Geschrieben am 27. Januar 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Deutschland,
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„Gorch Fock“-Affäre: Ex-Kommandant fuhr mit Beiboot Wasserski

Nach dem Tod einer Kadettin und dem Bekanntwerden von Drill und Druck an Bord des Segelschulschiffs berief Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) den Kommandant Norbert Schatz ab und ordnete eine rasche Heimkehr des Schiffes an. Ende der Woche soll Kapitän Michael Brühn die „Gorch Fock“ aus dem südargentinischen Ushuaia nach Deutschland segeln. Doch nun gibt es laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung auch Vorwürfe gegen Brühn, der das Schiff bereits zwischen 2001 und 2006 führte.

Der 55-jährige gebürtige Kieler soll den Dreimaster im November 2004 nach dem Verlassen des Hafens von Lanzarote gestoppt haben, um sich einem Freizeitvergnügen hinzugeben. Ein ehemaliges Besatzungsmitglied erklärte gegenüber „Bild“: „Wir mussten wieder alle Segel raffen. Unser Kommandant wollte unbedingt Wasserski fahren. Er ist mit dem Beiboot runter und dann circa 20 Minuten immer auf und abgefahren. Wir waren alle fassungslos.“

Zuvor soll Brühn die Mannschaft aufgefordert haben, von seinem Ausflug keine Fotos zu machen – doch es existiert offenbar ein Video von der privaten Spritztour, die „Bild“_zeitung druckte netsprechende Fotos.

Druck, Drill, Meuterei

Pikant: Brühn gehört dem Ermittlerteam an, das heute zur Untersuchung der Vorgänge auf der „Gorch Fock“ in Argentinien eintrifft. Der Untersuchungskommission gehören noch sechs weitere Mitglieder an, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Es soll die Vorwürfe untersuchen, wonach Offiziersanwärter von der Stammbesatzung des Segelschulschiffs drangsaliert wurden, was zur Meuterei führte.

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