Geschrieben am 21. August 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Türkei,
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Türkei und weitere islamische Ländern sammeln spenden

Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) will 350 Millionen Dollar (242 Millionen Euro) an Hilfen für das von einer verheerenden Hungersnot betroffene Somalia bereitstellen. Ziel sei es zunächst gewesen, 500 Millionen Dollar zusammenzubekommen, sagte OIC-Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoglu bei einem Krisentreffen der OIC-Mitglieder in Istanbul.

Seit Freitag sind 150 Millionen Dollar  bereits durch nationale TV-Spenden-Kampagnen wie dem ATV Fernsehkanal in der Türkei gesammelt worden.

Die islamische Welt werde aktiv daran mitwirken, eine Lösung für die Spannungen in Somalia zu finden, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu bei der Konferenz, auf der 40 der 57 OIC-Mitgliedsstaaten vertreten waren. Zugleich kündigte er an, dass die Türkei ihre im Jahr 1991 aus Sicherheitsgründen geschlossene Botschaft in Mogadischu wiedereröffnen wolle.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyib Erdogan erinnerte daran, dass die UNO eine Milliarde Dollar an notwendigen Hilfen für Somalia gefordert habe, die internationale Gemeinschaft bislang aber nur die Hälfte zugesichert habe. Die muslimischen und wirtschaftsstarken Länder forderte er auf, den Menschen in Somalia zu helfen. Erdogan will am Donnerstagabend mit seiner Frau und Tochter nach Somalia reisen, um sich ein Bild von der Verteilung türkischer Hilfslieferung in den Flüchtlingslagern zu machen. Begleitet wird er von Davutoglu und weiteren Kabinetts- und Parteimitgliedern sowie deren Familien.

Der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU), Jean Ping, rief unterdessen angesichts einer bevorstehenden Regionalkonferenz für Hilfen für die betroffene Region am Horn von Afrika zu Spenden auf. Zugleich warnte er, dass die Hungersnot auch auf die Länder der Sahelzone überzugreifen drohe. Die Geberkonferenz der AU soll am 25. August in Addis Abeba stattfinden.

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