Al Kaida gab angeblich Anschlag im Jemen in Auftrag

Nach der Schließung zahlreicher diplomatischer Vertretungen in der arabischen Welt will sich die US-Regierung weiterhin nicht zu den genauen Gründen äußern. Es bestehe die Gefahr von Terroranschlägen, die Schließungen seien eine „Vorsichtsmaßnahme, um unsere Mitarbeiter und Besucher zu schützen“, sagte die stellvertretende Sprecherin des US-Außenministeriums, Marie Harf, ohne weitere Details zu nennen. Sie fügte lediglich hinzu, die Geheimdienstinformationen würden weiter analysiert und ausgewertet.

Die USA haben seit dem Wochenende zahlreiche Botschaften im Nahen Osten sowie in Afrika vorübergehend geschlossen. Auch die deutsche Vertretung im Jemen wurde geschossen, ebenso wie die britische und französische Botschaft. Nach Informationen der „New York Times“ geht die Entscheidung der US-Regierung auf abgefangene Nachrichten zwischen Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri und dem Chef der Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, Nasser al-Wuhaischi, zurück. Demnach soll al-Sawahiri den Chef des Al-Kaida-Ablegers im Jemen angewiesen haben, einen Anschlag zu verüben – möglicherweise schon am vergangenen Sonntag. Sprecherin Harf sagte zu dem Zeitungsbericht lediglich, die Gruppe sei der „aktivste Ableger von Al Kaida“.

Auch die deutsche Botschaft in Sanaa bleibt „bis auf Weiteres“ geschlossen. Dies habe Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) wegen der nach wie vor „kritischen Einschätzung der Sicherheitslage“ angeordnet, teilte das Auswärtige Amt mit.

Al-Kaida auf der Arabischen Insel war im Jahr 2009 aus dem Zusammenschluss des jemenitischen und des saudiarabischen Ablegers des Terrornetzes hervorgegangen. Die Gruppe unter Führung von al-Wuhaischi wird für zahlreiche Anschläge verantwortlich gemacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *