Al-Qaida: Pflanzengift für tödliche Biowaffe

Nach Erkenntnissen der US-Regierung versucht das Terrornetzwerk Al-Qaida derzeit im Jemen, große Mengen an Castorbohnen zu kaufen.


Die Samenschalen oben  des Wunderbaums sind hochgiftig, da sie Rizin enthalten

Hintergrund ist nicht der Wunsch der bärtigen Mordbuben, mit einer speziellen vegetarischen Kost ihre Kampfkraft zu steigern. Es geht vielmehr um Rizin, einen Inhaltsstoff der Bohnen. Das ist ein extrem starkes Gift, das als Biowaffe eingesetzt werden könnte.

Die Bezeichnung Castorbohne basiert auf einem Missverständnis. Im Englischen heißt die Pflanze „castor oil plant“. Da die Samen bohnenförmig aussehen, wurden sie im Deutschen Castorbohnen genannt. Tatsächlich handelt es sich bei der Pflanze um den Wunderbaum, ein Wolfsmilchgewächs.



Die Hortensie wird als Ersatz für Marihuana aus deutschen Vorgärten gestohlen. Die Pflanzen gelten jedoch als hochgiftig, da sie Blausäureverbindungen enthalten.



Tollkirsche diente einst dem Öffnen der Pupillen. Ihre leuchtend schwarzen Beeren werden gerne mal von kleinen Kindern verschluckt – drei bis vier Beeren können bereits tödlich sein.



Die Engelstrompete  dient einigen Mutigen als Ersatz für halluzinogene Drogen – der Genuss weniger Gramm der Blütenblätter kann für Kinder tödliche Folgen haben.



Bilsenkraut soll in Trance versetzen. Doch bereits ein halbes Gramm kann zum Tod führen.



Die Früchte der Eibe sind wegen ihres rot leuchtenden Fruchtschmucks besonders für Kinder verlockend – schon wenige Gramm wirken tödlich.



Colchicin in der Herbstzeitlose soll zwar schon in kleinsten Mengen Krebs hemmen, doch auch bei dieser Pflanze hat der Verzehr weniger Gramm tödliche Folgen.



Der Blaue Eisenhut ist Europas giftigste Pflanze. Schon der Kontakt mit der Haut kann zu einer Lähmung der Atmung führen.



Beim Goldregen ist das Gift Cystisin besonders in den Samen akkumuliert – für Kinder können bereits fünf bis zehn Samen tödlich sein.



Das Gift Rizin im Wunderbaum (u.) lässt das Blut klumpen. Schon der Verzehr weniger Samen kann tödlich enden.



Auch wenige Gramm vom Stechapfel können ein Kind töten.

Diese Gewächse sind oft giftig. In der Hülle der Wunderbaumsamen steckt Rizin. Es reizt die Schleimhäute und legt lebenswichtige Enzyme lahm. So verklumpen rote Blutkörperchen, Magen und Darm, Leber und Nieren werden geschädigt.

Schon ein Viertausendstelgramm ist tödlich. Ärzte können nur versuchen, die Symptome zu mildern, ein Gegengift, das Rizin grundsätzlich unschädlich machen würde, gibt es nicht.

Bekannter als Rizin ist das Rizinusöl, das Heilkundige schon von alters her nutzen, vor allem als heftiges Abführmittel. Rizinusöl stammt zwar auch aus dem Wunderbaum, es enthält aber kein Rizin.

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