Geschrieben am 26. August 2011 von Michael abgelegt in der Kategorie USA,
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Ausnahmezustand – US

Ausnahmezustand in mehreren Bundesstaaten

Mehrere Bundesstaaten haben Notstand ausgerufen, New York bereitet gar schon Evakuierungen vor: „Irene“ rast mit 170 Stundenkilometern auf die amerikanischen Ostküste zu. In der Karibik richtete der

Aus Angst vor dem heraufziehenden Hurrikan „Irene“ haben sich an der amerikanischen Ostküste tausende Menschen in Sicherheit gebracht. Die Behörden von North Carolina bis New York erklärten am Donnerstag den Ausnahmezustand und forderten die Einwohner tiefer gelegener Regionen auf, sich in höher gelegene Gebiete zurückzuziehen. Auf seinem Weg durch die Karibik hatte Hurrikan „Irene“ auf mehreren Bahamas-Inseln schwere Schäden angerichtet.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York rief den Ausnahmezustand aus. Die Maßnahme diene der Vorbereitung „auf alle Situationen“, die der Wirbelsturm auslösen könne, sagte Andrew Cuomo. Der Ausnahmezustand ermöglicht eine vereinfachte Zusammenarbeit der Behörden und bundesstaatliche Hilfen.

Experten rechnen damit, dass der Hurrikan noch an Stärke zunehmen wird, bevor er am Wochenende die amerikanische Ostküste erreicht. Cape Hatteras in North Carolina sollte „Irene“ am Samstag erreichen. Touristen im beliebten Strandresort Outer Banks wurden in Sicherheit gebracht, die Behörden ordneten zudem die Evakuierung der vorgelagerten Urlaubsinseln Ocracoke und Hatteras an.

Die nordöstliche Küste Amerikas hat bislang wenig Erfahrungen mit Hurrikanen; der bislang letzte Wirbelsturm, der in der Region New York wütete, war im Jahr 1985 „Gloria“.

  • Video: Zerstörerischer Hurrikan „Irene“
  • Hurrikan nimmt Kurs auf Ostküste Amerikas

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg rief die Einwohner dazu auf, Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. „Wenn Sie ein Auto haben und in einer tieferen Gegend leben, parken Sie es auf einem Hügel. Bringen Sie Ihre Sachen nach oben“, sagte Bloomberg. Der Bürgermeister wies Evakuierungen von Krankenhäusern und anderen leicht verwundbaren Einrichtungen an.

Schwere Schäden in der Karibik

Der Hurrikan erreichte unterdessen Windgeschwindigkeiten von 170 Stundenkilometern. Auf seinem Weg durch die Karibik hatte „Irene“ zuvor schwere Schäden angerichtet. Auf der entlegenen Insel Acklins wehte der Wirbelsturm der Kategorie drei ganze Häuser fort, wie der Katastrophenschutz der Bahamas mitteilte.

Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 160 Stundenkilometern war „Irene“ in der Nacht zum Donnerstag über die Bahamas hinweggefegt. In der Ortschaft Lovely Bay auf Acklins zerstörte der von heftigem Regen begleitete Sturm 90 Prozent der Häuser. Auch auf den Nachbarinseln riss er Dächer von den Häusern und knickte Stromleitungen um. Mehrere Straßen wurden überflutet.

Am Sonntag werde „Irene“ am östlichen Ende von Long Island in New York erwartet, sagte der Leiter des Nationalen Hurrikan Zentrums in Miami, Bill Read. Auf dem Weg nach Long Island könnte er möglicherweise Windgeschwindigkeiten von bis zu 217 Kilometern erreichen und damit zum Sturm der zweithöchsten Kategorie vier hochgestuft werden.

Die amerikanische Marine wies vorsorglich sämtliche Schiffe im Flottenstützpunkt Hampton Roads in Virginia an, den Hafen zu verlassen. Wie der Kommandeur der 2. Flotte, Vize-Admiral Daniel Holloway, erklärte, können die Schiffe einen solchen Sturm besser auf offener See überstehen. Auf „Irenes“ Weg könnte auch die Promi-Insel Martha’s Vineyard vor der Küste von Massachusetts liegen, auf der Präsident Barack Obama und seine Familie derzeit ihren Urlaub verbringen.

„Irene“, der erste schwere Sturm der Hurrikan-Saison im Atlantik, hatte sich am Samstag in der Karibik gebildet. Mindestens fünf Menschen wurden bislang getötet. In Puerto Rico wurden am Montag infolge von Sturmschäden rund 800.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten.

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