Geschrieben am 27. Januar 2020 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Irak, Iran, USA,
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Bagdad Raketen treffen US-Botschaftsgelände

Raketeneinschläge rund ums Bagdader Regierungsviertel hat es in den vergangenen Wochen öfter gegeben. Meist richtet sich der Verdacht gegen örtliche Milizen. Opfer oder größere Schäden gab es bislang nicht – aber nun kommt eine Rakete der Botschaft der USA gefährlich nahe.

Nach mehreren Raketenangriffen auf US-Ziele im Irak ist nun auch das Gelände der amerikanischen Botschaft in der Hauptstadt Bagdad direkt getroffen worden. Der geschäftsführende Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi bestätigte den Angriff und kündigte an, dass irakische Sicherheitskräfte den Fall untersuchen würden.

Laut einem Bericht der Nachrichtenseite Al-Sumaria wurden mindestens drei Menschen verletzt. Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten US-Regierungsvertreter von einem Leichtverletzten und geringen Schäden durch den Einschlag dreier Raketen auf dem Botschaftsgelände. Insgesamt seien am Sonntag fünf Raketen im hoch gesicherten Regierungsviertel niedergegangen, teilte das irakische Militär mit. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff.

Al-Sumaria berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass Hubschrauber einige Menschen vom Botschaftsgelände evakuieren würden. Im Stadtzentrum von Bagdad waren in den vergangenen Wochen mehrfach Raketen eingeschlagen. Einige davon landeten in oder nahe dem Regierungsviertel, in dem unter anderem die US-Botschaft und die Botschaft Großbritanniens liegen. Bei den Angriffen in dieser sogenannten Grünen Zone wurden in vergangenen Jahren auch Menschen getötet oder verletzt. Meist stecken dahinter örtliche Milizen, von denen manche auch vom Nachbarland Iran unterstützt werden.

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