Bewaffnete attackieren russische Botschaft

Nach Angaben des russischen Außenministeriums hat sich eine Schießerei an der Botschaft des Landes im libyschen Tripolis ereignet. Mit Gewehren bewaffnete Männer hätten versucht, das Gelände zu stürmen, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Mittwochabend in Moskau. Vorläufigen Berichten zufolge sei kein russischer Diplomat verletzt worden. Mittlerweile sei die Situation wieder unter Kontrolle, hieß es laut Reuters in diplomatischen Kreisen.

Die Angreifer hatten auf das Gelände der Vertretung gefeuert und ein Fahrzeug der Botschaft in Brand gesteckt, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Lana unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Der Agentur zufolge dürfte es sich bei dem Vorfall um einen Racheakt handeln. Ein Mitglied der libyschen Luftwaffe war am Dienstag in Tripolis von einer Russin getötet worden. Örtlichen Medienberichten zufolge soll die Frau bei ihrer Vernehmung angegeben haben, den 58-Jährigen umgebracht zu haben, weil er die Revolte gegen den früheren Diktator Muammar al-Gaddafi unterstützte.

Seit dem Sturz Gaddafis vor zwei Jahren kommt es in Libyen immer wieder zu Stammeskämpfen. Am 11. September 2012 hatten Militante, die al-Qaida nahestehen, die amerikanische Botschaft im libyschen Benghazi attackiert und US-Botschafter Christopher Stevens sowie drei weitere Amerikaner getötet.

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