Blutvergießen in Bagdad – Mindestens 91 Tote

Anschläge mit Ankündigung: Sprengsätze und Selbstmordattentäter haben in Bagdad und im Norden des Landes mindestens 91 Menschen getötet. Al-Qaida hatte am Vortag mit einer Offensive gedroht.

Eine Serie von schweren Anschlägen erschüttert den Irak. Bisher wurden mindestens 91 Menschen getötet. Wie die irakischen Behörden mitteilten, detonierten am Morgen in Bagdad sowie im Norden des Landes mehrere Sprengsätze. Die Angriffe richteten sich demnach in allen Fällen gegen Einrichtungen der Regierung oder der Sicherheitskräfte. Die Zahl der Toten an einem Tag war zuletzt vor zwei Jahren so hoch.

Laut einem Bericht der „New York Times“ hatte die Terrororganisation al-Qaida einen Tag vor den Anschlägen in einer Audiobotschaft mit einer neuen Offensive im Irak gedroht. Die Zeitung zitiert aus der Botschaft: „Wir kommen zurück, um unsere alten Territorien zurückzuerobern“.

In der nordöstlichen Stadt Udaim hätten Bewaffnete vor einer Kaserne aus drei Fahrzeugen das Feuer eröffnet und 13 Soldaten getötet, sagte ein Polizeisprecher. Ebenfalls im Nordosten, in der Provinz Dijala, wurden nach Angaben der irakischen Sicherheitskräfte bei den Explosionen mehrerer Autobomben und Sprengfallen am Straßenrand elf Menschen getötet und mindestens 25 weitere verletzt.

Autobombe explodierte nahe des Innenministeriums

Nahe eines Büros des Innenministeriums in Bagdad riss eine Autobombe mindestens 14 Menschen in den Tod. Neun weitere Menschen verloren ihr Leben, als Sprengsätze in den Städten Kirkuk und Hussainija detonierten. Zuvor waren bei einer Reihe von Explosionen in der irakischen Stadt Tadschi bereits 28 Menschen getötet worden.

Dabei seien zunächst Sprengsätze rund um fünf Häuser in der mehrheitlich sunnitischen Stadt platziert worden und hätten 17 Menschen in den Tod gerissen, teilte die Polizei mit. Als Rettungskräfte an den Tatort in der rund 20 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt geeilt seien, habe ein Selbstmordattentäter seinen Sprengstoffgürtel gezündet und elf Polizisten getötet, hieß es weiter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *