Geschrieben am 31. Mai 2011 von kewil abgelegt in der Kategorie Deutschland,
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Broder: Deutsche ein Volk ohne Rückgrat

Henryk M. Broder hat die Deutschen aufgegeben. “Abschied vom Club der toten Seelen” ist der Titel dieses Artikels in der WELT. Zwei Ereignisse haben Broder danach geprägt. Die Reaktion seiner damals linken Freunde auf die Selektion israelischer Flugpassagiere durch deutsche Terroristen 1976 im entführten Air-France-Jet in Entebbe und die Reaktion der Intellektuellen auf 9/11. Wie so oft kann man Broder zustimmen:

Aus dem Volk ohne Raum wurde ein Volk ohne Rückgrat. Eine WG, in der darüber diskutiert wird, ob man sich über den Tod eines Massenmörders freuen darf, hat nicht alle Tassen im Schrank; ein Volk aber, das solchen Schabernack treibt, hat sich politisch und moralisch aufgegeben, ein Club der toten Seelen, getrieben vom Willen zur Ohnmacht. Alles, was es zu seinem Glück braucht, findet es bei OBI. Und wenn es mal auf die Barrikaden geht, dann nur, um den Abriss eines hässlichen Bahnhofs zu verhindern. Wolfgang Pohrt hat recht: “Früher haben die Deutschen der Welt den Krieg erklärt, heute erklären sie ihr den Frieden.” Schwer zu sagen, was langfristig schlimmer ist.

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