Geschrieben am 3. Juni 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Afghanistan, Deutschland,
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Deutscher Islamisten angeblich in Afghanistan getötet

Die deutschen Sicherheitsbehörden prüfen den angeblichen Tod eines deutschen Islamisten in Afghanistan. Ein Propagandavideo, in dem der Tod des Mannes verkündet wird, werde derzeit ausgewertet, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Verfassungsschutz am Freitag der Nachrichtenagentur dapd. Das Video „passt ins Bild“ anderer Veröffentlichungen dieser Art aus islamistischen Kreisen und sei auf einer „üblichen Webseite“ eingestellt worden. Die Identität des in dem Film genannten und gezeigten Mannes werde jetzt ermittelt.

Laut „Spiegel Online“ stammt das Video von der Islamischen Bewegung Usbekistans (IBU). Darin werde der Tod eines aus Afghanistan stammenden Mannes verkündet, der in Essen gelebt haben soll. Der Mann mit dem Namen Abdullah, der den Kampfnamen „Miqdaad“ verwendet habe, sei am 20. März 2011 nahe der Stadt Kundus in Nordafghanistan in einem Gefecht mit US-Soldaten getötet worden.

Die Sprecherin des Verfassungsschutzes sagte, der in dem Video genannte Name des Mannes sei bisher im Zusammenhang mit islamistischen Aktivitäten nicht bekannt. Verschiedene Sicherheitsbehörden, darunter das Bundeskriminalamt, arbeiteten bei den Ermittlungen zusammen.

Nach Angaben des Verfassungsschutzes bewegen sich die Propaganda-Aktivitäten der IBU „seit den im Jahr 2009 registrierten Steigerungen auf einem gleichbleibend hohen Niveau“. Damals hatte die islamistische Organisation im Vorfeld der Bundestagswahl ihre Aktivitäten verstärkt und unter anderem mehrere deutschsprachige Propagandavideos veröffentlicht.

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