Video: Die Geschichte von Mohamed Hajib

Mein Name ist Mohamed Hajib und ich bin ein deutscher Bürger marokkanischer Herkunft. Ich wurde am 01.10.2009 aufgrund fehlendem Visums in Pakistan festgenommen. Dort musste ich fünf Monate im Gefängnis in Islamabad unter schrecklichen Bedingungen verbringen.
Ein Mitarbeiter des deutschen Konsulats hat mich dort zwar zweimal besucht, aber er weigerte sich mir in irgendwelcher Weise behilflich zu sein. Im Februar 2010 begann ich mit einem Hungerstreik, weil niemand bereit war mir zu helfen.

Ich wurde am 17.10.2010 freigesprochen und reiste am selben Tag als ein freier Bürger von Islamabad nach Frankfurt. Im Kontrast dazu berichteten die deutschen Medien, dass ich auf der Afghanischen/Pakistanischen Grenze mit einem Kalaschnikov festgenommen und nach Deutschland abgeschoben wurde wo mich die deutschen den marokkanischen Behörden übergeben haben.

In Frankfurt angekommen wurde ich von der deutschen Polizei empfangen. Ein Polizist riet mir nicht nach Marokko zu reisen, denn das deutsche Konsulat in Islamabad informierte bereits die marokkanischen Behörden dass ein „gefährlicher Mann“ am selbem Tage dort ankommen würde und das obwohl ich aufgrund meines Visums in Pakistan festgenommen wurde und selbst die pakistanischen Behörden mich nicht mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung bringen konnten. Da ich nichts zu verbergen hatte hörte ich nicht auf diesen Polizisten und flog noch am selben Abend mit ruhigen Gewissen weiter nach Casablanca.

Als ich in Casablanca ankam wurde ich von Beamten in Zivil, von denen mir man später berichtete sie würden zum marokkanischem Geheimdienst gehören, mit Handschellen gefesselt und zum Gefängnis in Casablanca geführt. Meine Familie, die am Flughafen auf mich wartete, wurde davon nicht unterrichtet und wartete Stunden lang ohne ein Zeichen von mir zu erhalten. Vier Tage später rief die Polizei meine Mutter an und unterrichtete sie von meiner gegenwärtigen Lage. Während meiner zwei Wochen im Gefängnis von Casablanca wurde ich von dem marokkanischen Geheimdienst gefoltert und meine Familie durfte mich nicht besuchen. Als der Geheimdienst seine Verhöre mit mir abgeschlossen hatte wurde ich gezwungen ein Dokument zu unterschreiben, welches ich weder lesen konnte noch durfte.

Anfang März 2010 wurde ich dann zum Gefängnis in Sale gebracht. Dort hat mich ein Mitarbeiter des deutschen Konsulats besucht und zeigte mir einen Bericht des pakistanischen Konsulats. Gemäß dem Bericht wurde ich in Pakistan nicht aufgrund terroristischer Aktivitäten festgenommen noch konnte ich mit Terrorismuss in Verbindung gebracht werden. Das Konsulat wollte mir diesen Bericht allerdings nicht übergeben.

Im Mai 2010 begann ich erneut mit einem Hungerstreik angefangen wodurch ich fast um Leben gekommen wäre. Ich weigere mich einfach zu glauben, dass ich unschuldig im Gefängnis sitze.

Im Juni 2010 wurde ich zu zehn Jahren Haft verurteilt und das obwohl mir keine terroristischen Kontakte oder Aktivitäten nachgewiesen werden konnten. Selbst der marokkanische Geheimdienst gab zu, dass ich in Marokko niemals etwas mit terroristischen Aktivitäten zu tun hatte.

Mein Rechtsanwalt schickte drei Briefe an das deutsche Konsulat um den besagten Bericht, welches meine Unschuld beweisen würde, von den pakistanischen Behörden zu erhalten. Leider war dies alles ohne Erfolg und das Konsulat weigerte sich weiter uns diesen Bericht zu übergeben.
Ich habe im Februar gedroht, mich zu verbrennen falls mir mein zustehendes Recht nicht gegeben wird und ich nicht freigelassen werde. Wie ist es möglich dass ich zehn Jahre im Gefängnis verbringen soll weit weg von meiner Frau, meinen drei kleinen Kindern und meiner Familie obwohl es Beweise für meine Unschuld gibt.

Das deutsche Konsulat hält die Beweise für meine Unschuld zurück und als Resultat davon sitze ich noch immer im Gefängnis. Ich lebe seit zehn Jahren in Deutschland, habe dort studiert, eine Firma gegründet, geheiratet und zwei Kinder bekommen gezeugt ohne in irgendwelche rechtliche Probleme zu geraten und plötzlich werde ich als Terrorist bezeichnet und das obwohl mich keiner mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung bringen kann.

17.Mai:
-Nach Meknes gebracht
-Ausgezogen, Hände und Füsse gefesselt und gefoltert
-Androhung von sexueller Misshandlung
-Ins Krankenhaus
-Wieder nach Sale,
-erneute Isolation mit Hand- und Fußfesseln

Verbreitet diesen Bericht so gut ihr könnt und macht alle Dua für den Bruder, wir dürfen diese Ungerechtigkeit nicht tatenlos akzeptieren, wir sind eine Ummah!

(Wir wissen jetzt nicht, ob dieser Bruder zu den Tablighis gehört, aber das ist in diesem Fall nicht wichtig, denn in so einer Situation halten wir Muslime zusammen)

Video Teil 1:

Video Teil 2:

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