Geschrieben am 27. Juli 2015 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Türkei,
Kommentare (0)

Die Türkei führt Krieg gegen die Feinde des IS

Der türkische Regierungschef wählte markige Worte: „Unsere Militäroperationen in Syrien und im Irak haben die Spielregeln in der Region verändert“, sagte Ahmet Davutoglu am Wochenende bei einem Treffen mit Journalisten in Istanbul. Zuvor hatte die türkische Luftwaffe erstmals Angriffe auf Stellungen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien geflogen.

Damit reagierte Ankara auf den Terroranschlag, auf ein Treffen sozialistischer Jugendlicher in Suruc und den Tod eines türkischen Soldaten durch IS-Beschuss im Grenzort Suruc. Doch trotz der zur Schau gestellten Entschlossenheit Davutoglus: Zu einem wirklich entschiedenen militärischen Durchgreifen gegen den IS in Syrien hat sich die Türkei bislang nicht durchringen können. Die Luftangriffe konzentrierten sich bislang auf wenige Ziele im unmittelbaren Grenzgebiet.

Die Dschihadisten zeigen sich davon bislang unbeeindruckt. Laut ihrer Propaganda haben die türkischen Luftschläge bislang kaum Schaden angerichtet, mehrere Raketen sollen auf freier Fläche eingeschlagen sein.

Kurden melden türkischen Angriff auf Kobane

Die türkischen Angriffe auf den IS haben bislang vor allem eines erreicht: Sie lenken davon ab, dass die Armee seit vergangener Woche ungleich härter gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeht. Während Ankaras Luftwaffe darauf achtet, bei ihren Angriffen auf die Dschihadisten den syrischen Luftraum nicht zu verletzen, scheuen die Piloten im Irak nicht davor zurück, in den Luftraum einzudringen, um PKK-Stellungen im Kandilgebirge im Norden des Landes zu bombardieren.

Keine Kommentare

Leave a comment

Login