Die Türkei gehört nicht in die EU

Die Europa-Wahl wird zur Entscheidung über die Zukunft der AfD. „Wenn wir es in Parlament schaffen, ist die Krise überwunden“, sagt die Parteispitze. Dafür erhält die Partei prominente Unterstützung – und positioniert sich klar in der Türkei-Frage.

Die Alternative für Deutschland (AfD) bekommt für den Europawahlkampf womöglich prominente Unterstützung. Neben Spitzenkandidat und Parteichef Bernd Lucke überlegt Ex-BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel, für die Partei anzutreten. „Ich werde die AfD weiterhin unterstützen, vielleicht sogar bei der Europawahl kandidieren“, sagte Henkel dem „Focus“. Er wolle so in der EU Verbündete für eine Alternative zum Euro suchen und gleichzeitig das liberale Profil der Partei stärken. Damit könnte er auch einen Richtungsimpuls in den Flügelkämpfen der Partei geben.

Die Bundesspitze bereitet die Partei unterdessen auf die Europawahl vor. Parteivize Alexander Gauland sagte: „Wenn wir es ins Parlament schaffen, ist die Krise überwunden. Wenn nicht, ist die Lage sehr ernst.“ Für die AfD gehört die Türkei nicht zu Europa dazu. In einem ersten Entwurf für das Europawahlprogramm heißt es „Focus“ zufolge: „Nach Auffassung der AfD endet Europa am Bosporus.“ Die AfD-Spitze spricht sich außerdem gegen eine Osterweiterung aus und fordert eine Rückgabe der Kompetenzen aus Brüssel an die Mitgliedsstaaten sowie eine Stärkung des Europäischen Parlaments mit mehr Kontrolle über die EU-Kommission.

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