Droht dem kino.to-Chef eine lange Haftstrafe?

Offenbar droht dem ehemaligen Betreiber der illegalen Film-Plattform kino.to eine mehrjährige Haftstrafe. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus” unter Berufung auf den Sprecher der sächsischen Generalstaatsanwaltschaft, Wolfgang Klein.

Dem Bericht zufolge soll die Anklagebehörde zumindest beim Plattform-Chef zusätzlich von umfangreicher Steuerhinterziehung ausgehen. Zudem soll auch wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt werden, hieß es weiter. „Da droht eine empfindliche Freiheitsstrafe”, erklärt Klein gegenüber dem Magazin und fügte hinzu: „Mehr als 15 Jahre kann er aber nicht kriegen.” Wie der „Focus“ weiter berichtet, soll die sächsische Generalstaatsanwaltschaft planen, demnächst auch gegen ehemalige Werbepartner von kino.to vorzugehen. „Das wäre tatsächlich das erste Mal, dass Unternehmen, die auf einer illegalen Seite werben, auch strafrechtlich belangt werden“, erklärt die Sprecherin der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), Christine Ehlers, dem Nachrichtenmagazin.

Anfang Juni war die Polizei bundesweit gegen die kino.to-Betreiber vorgegangen. Den Verdächtigen werden die Gründung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung in mehr als einer Million Fälle vorgeworfen.

 

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