EHEC: Alles Bio oder was?

Der todbringende EHEC-Keim soll nun doch nicht im Salat lauern, sondern in dem echten Bio-Produkt “Sprosse”. Darauf einigten sich heute das NRW-Verbraucherschutzministerium und das Robert-Koch-Institut. Man hat den gefährlichen Erreger in Sprossen nachgewiesen. Diese kamen aus einem Biobetrieb im Rhein-Sieg-Kreis. Warum empören die Politiker sich nicht über Bio?

Die WELT schreibt:

Sprossen als EHEC-Ursache – Bio-Betrieb gesperrt

Gefährliche EHEC-Bakterien sind in einer Packung Sprossen in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden. Das teilte NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) am Freitag in Düsseldorf mit.

Es handelt sich um den aggressiven Serotyp O104. Allerdings war die Packung geöffnet und befand sich bereits in der Mülltonne eines Haushalts im Rhein-Sieg-Kreis. Zwei der drei in diesem Haushalt lebenden Familienmitglieder haben Sprossen verzehrt und sind Mitte Mai an den EHEC-Bakterien erkrankt.

Die Sprossen stammen laut Ministerium nach den bisherigen Erkenntnissen aus dem Betrieb im niedersächsischen Bienenbüttel. Damit ist erstmalig eine ununterbrochene Kette mit dem Erreger O104 infizierter Sprossen aus dem Betrieb in Bienenbüttel und erkrankten Personen hergestellt.
(…)
Bislang ist unklar, wie der Erreger in den Bienenbütteler Betrieb gelangt ist. Da dies auch über das aus dem Ausland importierte Saatgut geschehen sein könnte, werde generell vor dem Verzehr von Sprossen gewarnt, sagte Lindemann. Auch in anderen Betrieben in Deutschland würden derzeit Proben untersucht. Aus Bienenbüttel liegen inzwischen 138 Proben im niedersächsischen Landesamt zur Untersuchung.

Schon seltsam: Bei konventionellen Lebensmitteln ist man mit Schuldzuweisungen ganz schnell bei der Hand. Bei einem Bio-Betrieb dagegen, da muss es ein anderer gewesen sein…

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