EHEC und Agrarsubventionen

Die EHEC-Pandemie hatte – nachdem zunächst Gurken aus Spanien in den Verdacht geraten waren – nicht zuletzt wegen der Warnung des Bundesgesundheitsamtes (Robert-Koch-Institut) vor dem Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalat zur Folge, dass die Absätze in Deutschland und darüber hinaus in Europa drastisch eingebrochen sind. Nachdem jetzt vorläufig Sojasprossen als Quelle identifiziert wurden, wurde offiziell die Verzehrwarnung vor den anderen Gemüsen wieder aufgehoben. Gleichzeitig wurden wegen der wirtschaftlichen Schäden für die Landwirtschaft 210 Mio. Euro von der EU-Kommission den betroffenen Bauern zugesagt.

Wird hier nicht doch wieder von Agrarlobby Kasse auf Kosten der Steuerzahler gemacht?

Erstaunlich an der raschen Zusage von 210 Mio. Euro ist, dass hier nur Schäden der Bauern für Einnahmeausfälle ausgeglichen werden sollen. Schließlich sind ja alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette bis hin zum Einzelhandel von Umsatzeinbußen betroffen. Des Weiteren war es erstaunlich mit welcher Geschwindigkeit in einigen landwirtschaftlichen Betrieben es zu einer massenweisen Vernichtung der Gemüse gekommen ist. Wurde hier nicht vorauseilend mit Blick auf die Entschädigung der EU Teile der Gemüseernte vernichtet, um in den Genuss der Entschädigungszahlungen zu kommen? Schließlich dauerte die ganze Krise nur etwa zwei Wochen von Ende Mai bis Anfang Juni 2011. Es müssen schon gewaltige Mengen an Gurken, Tomaten und Salat vernichtet worden sein, um einen Schaden von 210 Mio. Euro rechtfertigen zu können. Ist hier nicht vielleicht doch schnell mal wieder von der Agrarlobby tief in die Staatskasse gegriffen worden?

2 Gedanken zu „EHEC und Agrarsubventionen

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