Geschrieben am 13. September 2011 von Michael abgelegt in der Kategorie Israel, Türkei,
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Erdogan: Israel Militäreinsatz gegen Gaza-Hilfsflotte ist ein Kriegsgrund

Militäreinsatz gegen Gaza-Hilfsflotte als Kriegsgrund bezeichnet

Der türkische Ministerpräsident Erdogan schlägt gegenüber Israel schärfere Töne an.

Die Türkei versucht, ihre Macht im Nahen Osten zu stärken und verschärft gleichzeitig den Ton gegen Israel. Ministerpräsident Erdogan hat den Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte als Kriegsgrund bezeichnet. Die Schaffung eines palästinensischen Staats will man unterstützen.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat vor der noch in diesem Monat in der Uno-Vollversammlung geplanten Abstimmung über einen unabhängigen palästinensischen Staat den Ton gegen Israel verschärft. Der israelische Militäreinsatz gegen eine Gaza-Hilfsflotte im vergangenen Jahr, bei dem neun türkische Aktivisten ums Leben kamen, sei ein «Kriegsgrund» gewesen, erklärte er am Montag vor seiner Abreise in die ägyptische Hauptstadt Kairo. Doch die Türkei habe sich in Geduld und Zurückhaltung geübt und damit ihre Grösse bewiesen.

In einem Anfang des Monats veröffentlichten Uno-Bericht war die Seeblockade Israels zwar als rechtmässig bewertet worden. Die israelischen Streitkräfte hätten aber unverhältnismässige Gewalt bei der Operation angewandt, hiess es. Angesichts der Weigerung Israels, sich bei der Türkei zu entschuldigen, waren die Beziehungen zwischen den beiden Ländern deutlich abgekühlt.

Zusammenarbeit auf Eis gelegt

Die Regierung in Ankara legte diesen Monat ihre militärische Zusammenarbeit mit Israel auf Eis, wies ranghohe israelische Diplomaten aus und sagte der palästinensischen Initiative bei der Uno-Vollversammlung ihre Unterstützung zu.

Israel ist zunehmend isoliert auf der politischen Weltbühne, da sich neben der Türkei auch Ägypten als Verbündeter zurückzieht. Nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Mubarak im Februar wird dessen israelfreundlicher Kurs nicht weiter verfolgt.

Einfluss stärken

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern erreichten im vergangenen Monat einen Tiefpunkt, als fünf ägyptische Polizisten bei einem Feuergefecht zwischen israelischen Streitkräften und militanten Palästinensern getötet wurden. Nach dem arabischen Frühling will Erdogan den Einfluss der Türkei in der Region stärken und nach Ägypten noch Tunesien und Libyen besuchen.

1 Kommentar

  1. Yasin

    13. September 2011 @ 23:22

    Natürlich sit das normalerweise ein Kriegsgrund wenn einfach Menschen aus einer Nation abgeschaltet werden. Den Juden gehört nichts geschenkt! Bin mal gespannt wie sich das alles weiterentwickelt mit dem arabischen Frühling.

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