Geschrieben am 10. Mai 2013 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Türkei,
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Erdogan wirft Assad Einsatz von Chemiewaffen vor

US-Präsident Barack Obama hatte den Einsatz von Chemiewaffen als „rote Linie“ im syrischen Bürgerkrieg bezeichnet. Der türkische Ministerpräsident Erdogan wirft Syriens Machthaber Assad nun vor, diese rote Linie längst überschritten zu haben.

Die syrische Regierung hat die von den USA gesetzte rote Line zum Einsatz von Chemiewaffen nach Ansicht des türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan längst überschritten. „Es ist klar, dass das Regime (von Präsident Baschar al-Assad) chemische Waffen und Raketen eingesetzt hat“, sagte Erdogan am Donnerstag dem US-Sender NBC. Einzelheiten oder Zeitpunkt des angeblichen Einsatzes nannte er nicht. Ankara unterstützt in dem Konflikt die syrische Opposition.Erdogan verwies auf Teile von Raketen, die man gefunden habe und die auf eine Bewaffnung mit Kampfstoffen schließen ließen. Außerdem seien bei verletzten syrischen Flüchtlingen entsprechende Symptome festgestellt worden. „Es wurden Patienten in unsere Krankenhäuser gebracht, die durch diese chemischen Waffen verletzt wurden“, sagte Erdogan.
Erdogan droht dem Assad-Regime mit Konsequenzen

US-Präsident Barack Obama hatte den Einsatz von chemischen Waffen durch die syrische Regierung als rote Linie bezeichnet und dem Assad-Regime mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht. Auf die Frage, ob diese Line nun überschritten sei, sagte Erdogan: „Sie wurde schon vor langer Zeit überschritten.“

Zugleich forderte er die US-Regierung auf, in dem Konflikt „mehr Verantwortung zu übernehmen und weitere Schritte zu unternehmen“. Darüber wolle er mit Obama bei einem Treffen in der kommenden Woche beraten.

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