Erschossener Sky-Journalist in Kairo

Ägyptische Sicherheitskräfte machen Jagd auf ausländische Journalisten: Darauf deuten mindestens zwei Vorfälle vom Mittwoch hin. Danach scheinen Scharfschützen der Armee in mindestens einem Fall gezielt auf einen westlichen Reporter geschossen zu haben. Der britische Kameramann starb später an seinen Schussverletzungen.

Der Kameramann von Sky News, Mick Deane, war am Vormittag während eines Einsatzes in der Nähe des Protestlagers in Nasr City erschossen worden. Nachdem das Fernsehteam Interviews geführt und Bilder für seine Berichterstattung gedreht hatte, saßen Deane und seine Kollegen in der Nähe der Rabaa-al-Adawija-Moschee am Straßenrand, um abzuwarten, was weiter passieren würde, sagte ein westlicher Journalist, der Zeuge der Szene war.

Der Straßenabschnitt habe ruhig gewirkt, es habe zu diesem Zeitpunkt keine Ausschreitungen gegeben, auch sei nicht geschossen worden, sagte der Zeuge. Als Deane jedoch aufstand, um noch einige Bilder zu drehen, sei er von einem einzigen gezielten Schuss getroffen worden. Deane habe, als er getroffen wurde, seine Kamera in der Hand gehabt und sei eindeutig als ausländischer Journalist zu erkennen gewesen, so der Augenzeuge. Es habe so gewirkt, als ob ein Scharfschütze ihn genau deshalb erschossen habe, weil er Ausländer und Reporter gewesen sei.

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