Geschrieben am 10. Juni 2011 von Michael abgelegt in der Kategorie Deutschland,
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Game over…?

Man liest so viel über eine neue Welt, ein neues Zeitalter, welches bald anbrechen soll. Die Menschheit verknüpft Hoffnungen damit, aber auch gewisse Ängste sind damit verbunden, denn es kann immer erst etwas Neues entstehen, wenn etwas Altes geht.

Angenommen sie haben Recht und es kommt zum Äußersten, angenommen in wenigen Monaten kommt es zum großen Supergau, nicht in Form von Atombombenabwürfen, sondern zum totalen Zusammenbruch der Finanzmärkte.  Rien ne vas plus, nichts geht mehr….und dennoch, es geht immer weiter. Unaufhaltsam geht alles weiter, denn die Zeit an sich gibt es nicht. Die Zeit ist eine Erfindung der Menschen, die schon immer alles irgendwie unter Kontrolle haben wollten….schon immer, bis zum bitteren Ende und selbst darüber hinaus.


Wir leben in einer mechanischen Welt, hier geschehen keine Zufälle und auch kein Schicksal, solches, gleich wie man es betitelt, geschieht nur im Zwischenmenschlichen oder in Verbindung mit der Natur, nicht jedoch in dieser maschinellen, technologisierten Welt, wo ganz andere „Werte“ gelten, als in der Welt, von welcher sich die Menschheit so extrem entfernt hat. Und genau dies ist es auch, was einen selbst so ohnmächtig werden lässt, im Angesicht der Planung, zu der nicht zuletzt die immer komplexer werdende  Bürokratie eine große, erschaffene Rolle spielt.

Es werden die Finanzmärkte zusammenbrechen, der neue Feind ist längst ausgemacht, die gesamte Wut wird sich gegen diesen ausgemachten Feind richten. Es hat bereits begonnen. Kriege werden sich entfesseln, Bürgerkriege werden entbrennen, man wird seinem eigenen Nachbarn nicht mehr trauen, denn die Saat des Misstrauens wurde schon lange Zeit vorher gesät, nun geht sie auf.  Endlich geht das auf, was da schon seit Jahrzehnten, wenn nicht gar seit wenigen Jahrhunderten vorgeplant wurde, von wenigen Machern, von wenigen Menschen, die sich für die Elite halten, wenige, die alles im Griff haben, selbst dieses Entladen und Entfesseln der Gewalt, denn dies hat auch seinen Zweck: Die Weltbevölkerung zu dezimieren. Wir stecken bereits mittendrin…

Denn unser Geldsystem baut auf Schulden auf. Ein vereinfachtes Beispiel, um dies zu veranschaulichen, was sich da mit Billionen abspielt. Angenommen ich habe die Lizenz zum Gelddrucken. Ich drucke 200 Euro. Ich gebe vier Personen je 50 Euro, verlange aber von jedem 60 Euro zurück. Das Spiel ist ganz einfach, es wird irgend einer vielleicht auch zwei oder gar drei in die Armut getrieben, denn ich fordere dieses Geld zurück, aber es fehlen, und man kann das nun wenden und drehen wie man will, es fehlen am Ende 40 Euro.

Und dies läuft gerade hier in Deutschland, in Europa, um nicht zu sagen weltweit ab. Hartz IV zum Beispiel war der Anfang und andere europäische Länder sehen ganz offensichtlich darin den Vorreiter der Schuldenentlastung, was es aber hinterherzieht, ist die blanke Verarmung.

Die perverse Realität liegt in diesem Satz: Nicht der Reichtum, sondern der Anblick der Armen macht reich. Überprüfen Sie Ihr eigenes Verhalten, vielleicht finden auch Sie die Gesetze von HartzIV ungerecht, aber tun Sie etwas dagegen, oder schauen Sie einfach nur zu, weil Sie auch denken, dass man da nichts machen kann…?

Wir spielen alle mit, ob wir wollen oder nicht, jeder auf seine Art und Weise, denn das Leben findet immer irgendwie einen Weg. Europa gleicht einer Masse an Ertrinkenden, und wie verhalten sich Ertrinkende? Sie drücken sich gegenseitig unter Wasser, um selbst am Leben zu bleiben. Hier gibt es jedoch einen kleinen, feinen und sehr entscheidenden Unterschied: Die Schere zwischen arm und reich klafft unaufhaltsam weiter, weil keiner etwas abgeben möchte. Und hier spreche ich nicht von Menschen, die sich selbst kaum noch über Wasser halten können, sondern von denen, die da noch sehr gut in einem Boot sitzen und diesem Treiben der Überlebenden zuschauen, ohne auch nur einen Finger zu rühren, um etwas zu verbessern oder einfach Ringe auszuwerfen. Sie tun nichts, denn nur wer es vor Augen hat, das Leid und die Armut, kann sich selbst sicher und reich fühlen. Dass das Boot jedoch bereits leckt, sehen sie nicht.

Die Wirtschaft boomt in Deutschland, aber nur wenige haben etwas davon, sie bereichern sich daran, sie geben es nicht an die Arbeiter weiter. Deutschland hat das niedrigste Lohnniveau, dieses befindet sich im Jahr 2010 auf dem Stand von 1992. Sind in anderen Ländern die Löhne gestiegen, in manchen Ländern über 20%, so sind sie in Deutschland gesunken, nämlich bis zu 4% weniger.

Ein-Euro-Jobs werden zu teuer, denn diese Jobs werden durch den Staat subventioniert, selbst der TÜV hat sich nicht lumpen lassen und Menschen aus dem Hartz-IV-Bezug eine Maßnahme angeboten, für einen Euro, der TÜV selbst bekommt jedoch pro Person, welche an dieser (unsinnigen) Maßnahme teilnimmt, 800 Euro! Und der TÜV ist hier kein Einzelfall, Ein-Euro-Jobs werden durch den Steuerzahler bezahlt, aber nicht an diejenigen, welche hier arbeiten, sondern an diejenigen, die sich eine Maßnahme haben einfallen lassen, um sich selbst eine goldene Nase daran zu verdienen.

Warten wir auf den Mindestlohn, nehmen wir an, er kommt mit 7,50 Euro. Dann würden Menschen, die zu diesem Dumpinglohn, denn etwas anderes ist es nicht, arbeiten gehen, wohl auch keine Staatliche Aufstockung mehr benötigen, denn sie erhalten dann ihren Mindestlohn…dies sind lediglich Vermutungen meinerseits, den Betroffenen wäre hier in keinster Weise geholfen, aber der Staat würde sparen. Ich vermute stark, dass es genau darauf hinauslaufen wird. Denn der Staat rechnet nur noch in seine Tasche, die Schulden müssen ja abgebaut werden.

Staat, was ist das eigentlich? Eigentlich sind das wir alle, aber mir stellt sich hier ein ganz anderes Bild dar: Der Staat, das sind nicht wir alle, der Staat setzt sich zusammen aus der Politik, aus den Lobbyisten und der breiten Bevölkerung, die sich hier unterzuordnen hat.

Und es gibt noch genügend, denen es gut geht, die satt sind, die noch am Leben teilnehmen, oder daran teilnehmen, was sie für Leben halten.

Am unteren Rand werden bereits ghettoähnliche Gebiete aufgebaut, denn Menschen mit einem geringen Einkommen können sich die teuren Wohnungen nicht mehr leisten. Sie werden dorthin verbannt, wo man sie haben will, wo man sie sehen will!  Diese Mietwucherei begann in den 1980iger Jahren, als ein dementsprechendes Gesetz verabschiedet wurde. Und auch hier greift wieder der Satz: Nicht der Reichtum, sondern der Anblick der Armen macht reich.

Die einen werden diese Menschen unterstützen, durch weitere Tafeln, aber eine richtige Hilfe ist das nicht. Hilfe kann nur dann eine Hilfe sein, wenn sie zur Selbsthilfe animiert! Das Leben bahnt sich seinen Weg, und so entstehen eben neben dem Leben, welches fälschlicherweise als lebenswert gesehen wird, Lebensräume, in welchen sich die Menschen er-kennen und dasselbe Schicksal zu teilen haben. Wie bereits oben erwähnt, hier geht es bei näherer Betrachtung gar nicht um Schicksal oder Zufall, hier geht es um eine gemachte Armut!…und wo sollen diese Menschen dann noch hin, wenn immer alles teurer wird? Denn auch in den Armenvierteln wird Strom benötigt, und die Stromlobbyisten erhöhen munter ihre Preise weiter, ein Lohn oder eine soziale Hilfe wird jedoch nicht gegeben. Auch werden Arztbesuche immer unbezahlbarer, von wichtigen Operationen ganz zu schweigen. Wer arm ist, der bleibt es auch, und wer arm ist, der wird früher sterben.

So kann sich Kriminalität entwickeln, um zu überleben, denn die eigentlichen Kriminellen sitzen „fettgefressen“ in ihren Polsterstühlen und schauen zu, wie einst Nero, als er die Christen den Löwen zum Fraß vorwarf.

Nun denn, schauen wir weiter zu, bei diesem perversen Spiel, welches hier gerade gespielt wird, und warten wir es ab. Und am Ende, wenn es endlich vorbei ist, und wenige noch überlebt haben, glauben Sie ernsthaft, dann wird neu aufgebaut und alles wäre besser? Gier, Macht und Neid, Missgunst und die Lust an perversen Spielen wird die Menschheit immer wieder an diesen Rand treiben, scheinbar können sie nicht anders, wie auch? Sie bekommen es ja bereits seit Jahrzehnten so gelehrt.

Die einen machen und die anderen lassen mit sich machen, da kann man nun mit Fakten Zahlen und Statistiken um sich werfen, wie man will, man kann es durch noch so viele Fremdwörter spicken, wie man will, unterm Strich bleibt dieser eine Satz: Nicht der Reichtum, sondern der Anblick der Armen macht reich.

Game over.

 

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