Geschrieben am 2. September 2011 von Michael abgelegt in der Kategorie Russland,
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Giftige Brom-Wolke breitet sich über russischer Millionenstadt Tscheljabinsk aus

In der russischen Industriestadt Tscheljabinsk am Ural haben nach einem Chemieunfall mit giftigem Brom mehr als 100 Menschen über Übelkeit geklagt. Nachdem sich die Bromdämpfe am Bahnhof der Stadt aus einem Zugwaggon in einer riesigen Wolke ausbreiteten, mussten die Ärzte zu einem wahren Dauereinsatz ausrücken.

Das berichten russische Medien übereinstimmend. Den Berichten zufolge befand sich das Brom in flüssiger Form in Glasbehältern mit je fünf Litern in einem Güterwaggon. Mehr als 2000 Gläser sollen hier gelagert worden sein. Ersten Schätzungen zufolge zerbrachen aber lediglich acht bis zehn. Diese Zahl wurde aber offiziell noch nicht bestätigt. Auf Bildern, die kurz nach dem Zwischenfall durch russische Medien kursierten, war zu sehen, wie sich die dichte gelb-braune Wolke ausbreitete. Infolge des Zwischenfalls hatten sich zahlreiche Menschen mit Atembeschwerden, Reizungen der Augen und Schleimhäute an Notfalldienste gewandt.

Offiziellen Angaben zufolge sollte das Brom an einen chemischen Betrieb in die sibirische Altai-Region geliefert werden. Ersten Vermutungen zufolge zerbarsten die Glasbehälter bei Rangierarbeiten wegen unsachgemäßer Lagerung. In der Folge entwickelten sich die beißenden und gesundheitsschädlichen Bromdämpfe bei der Berührung mit der Luft, hieß es.

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