Geschrieben am 11. September 2011 von Michael abgelegt in der Kategorie Globale Nachrichten,
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Goldregen aus dem All

Vor 3,8 Milliarden Jahren prasselten Meteoriten auf die Erde – mit Edelmetallen im Gepäck. So erklären Forscher jetzt deren überraschend hohen Anteil in der Erdkruste.

Eine Illustration von Meteoriten im All

Eine Illustration von Meteoriten im All

Während die Menschheit sich in der Regel eher damit beschäftigt, Metalle wie Gold und Platin aus der Erde herauszubekommen, haben britische Forscher nun herausgefunden, wie solche Metalle überhaupt erst ihren Weg auf die Erde gefunden haben.

Denn in der heutigen Erdkruste befinden sich viel größere Mengen solcher Metalle als man erwarten würde: Durch ihre Dichte und die Fluktuationen der teils noch flüssigen, unfertigen Erde hätten die Metalle viel weiter ins Erdinnere absinken müssen, meinen Astronomen. Eine Erklärung für diesen Widerspruch präsentiert ein Team um Matthias Willbold von der Universität Bristol jetzt im Magazin Nature.

Die Forscher haben 3,8 Milliarden Jahre alte Gesteine aus dem grönländischen Isua untersucht und stellen die Theorie auf, dass die Metalle zusammen mit rund 20 Trillionen Tonnen Asteroiden-Material auf der Erde eintrafen, wovon ein Teil in Form von Meteoriten auf die Erde prasselte. Die in dem außerirdischen Gestein enthaltenen Metalle hätten sich abgelagert und über die Zeit mit den oberen Erdschichten vermischt.

Zu dieser Theorie passt, dass sich das vor den Einschlägen entstandene Gestein in seiner Zusammensetzung deutlich von diesen Schichten unterscheidet. Ein bestimmtes Isotop ist in der Gesteinsprobe aus Grönland 13-fach stärker vertreten, als in modernen Gesteinen der Erdkruste. Dies sei ein Hinweis darauf, dass dieses Isotop später durch Gestein aus Meteoriten verdünnt wurde, schreiben die Forscher.

Asteroid

Asteroiden sind kleine Gesteinsobjekte, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne bewegen. Ihr Name – astēr („Stern“) mit der Endung eides („ähnlich“) –  umschreibt, dass sie wie Sterne erscheinen, weil sie so klein wirken.

Zusammen mit den Meteoroiden und Kometen zählen die Asteroiden zu den Kleinkörpern des Sonnensystems. Kleinkörper umkreisen die Sonne, besitzen aber keine Kugelgestalt. Ihre Masse und Gravitation ist zu gering, um diese Form zu bilden.

Der Großteil der Asteroiden unseres Sonnensystems befindet sich im sogenannten Asteroidengürtel, einer Ansammlung von Asteroiden und Zwergplaneten zwischen den Planetenbahnen von Mars und Jupiter.

Meteoroid

Kleinkörper, die ein paar Millimeter bis hin zu mehreren Metern groß sind, werden als Meteoroiden bezeichnet.

Sie sind zwar kleiner als Asteroiden, aber eine klare Unterscheidung – etwa über die chemische Zusammensetzung oder die Größe – gibt es nicht.

Sie können auf unterschiedlichen Wegen entstehen: Entweder löst sie die Gravitation von Planeten aus einem Asteroidengürtel oder der Sonnenwind schlägt sie aus Kometenkernen heraus. Außerdem können Meteoroiden durch den Zusammenprall von zwei Asteroiden beziehungsweise durch den Aufprall eines Asteroiden auf einem Planeten entstehen.

Meteor

Sobald sie in die Erdatmosphäre eindringen, nennt man Meteoroide Meteore oder im Volksmund Sternschnuppen.

Generell umfasst der Begriff alle Leucht- und Wettererscheinungen in der Erdatmosphäre. Die Meteorkunde befasst sich mit Meteoren; nicht zu verwechseln mit Meteorologie, die sich der Beobachtung und Beschreibung von Wetter und Klima widmet.

Meteore sind zudem all jene Meteoroiden, die in die Erdatmosphäre eindringen, aber nicht auf der Erde aufschlagen. Das Leuchten der Meteore entsteht durch die Aufladung der Luftteilchen, wenn der Meteoroid durch die Atmosphäre rast.

Meteorit

Wenn ein Meteoroid auf die Erde prallt – statt nur die Erdamosphäre zu durchqueren – wird er als Meteorit bezeichnet.

Meteoriten sind aus verschiedenen Mineralen zusammengesetzt und werden zu den Gesteinen gezählt.

Chondrite bilden die größte Klasse an Meteoriten und sind nach den kleinen Silikatkügelchen in ihrem Inneren, den Chondren, benannt. Außerdem bestehen sie aus den Mineralen Olivin, Pyroxen und Plagioklas.

Altersbestimmungen haben ergeben, dass sie bereits in der Frühzeit des Sonnensystems entstanden sind, vor 4,5 Milliarden Jahren. Damit sind sie die ältesten Steine des Sonnensystems. Weil ihre Zusammensetzung außerdem weitestgehend der des ursprünglichen solaren Nebels entspricht, werden sie auch undifferenzierte Meteoriten genannt.

Komet

Schweifsterne oder Kometen sind Kleinkörper in unserem Sonnensystem. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sie von Asteroiden. Während die aus Gestein bestehen, sind Kometen zusätzlich aus gefrorenem Gasen und Wasser zusammengesetzt, weswegen sie auch „schmutzige Schneebälle“ genannt werden.

Kometen sind zeitgleich mit dem übrigen Sonnensystem entstanden und umkreisen die Sonne in der Oortschen Wolke oder im Kuiper-Gürtel. Durch die Anziehungskraft vorbeiziehender Sterne oder großer Planeten werden vereinzelt Eis-Gesteins-Brocken aus ihrer eigentlichen Bahn gerissen und in das Innere des Planetensystems gelenkt.

Je näher der Eisbrocken dabei der Sonne kommt, geht das Eis vom gefrorenen Zustand direkt in den gasförmigen Zustand über, ohne sich zwischendurch zu verflüssigen. Dabei werden die zuvor im Eis gefangenen Partikel frei und bilden mit dem entstandenen Gas eine rund 100.000 Kilometer große Wolkeum den Brocken – die so genannte Koma. Durch den Sonnenwind wird die Wolke in die Länge gezogen, sodass ein Kometenschweif von bis zu 100 Millionen Kilometern Länge entsteht.

Planet

Planeten unterscheiden sich von Sternen dadurch, dass sie selbst kein Licht erzeugen, sondern nur das von anderen Sternen – wie etwa der Sonne – reflektieren. Wie Asteroiden auch umkreisen Planeten die Sonne und haben aufgrund ihrer höheren Masse aber die Gestalt einer Kugel ausgebildet.

Außerdem sind Planeten die einzigen Objekte auf ihrer Umlaufbahn, weil sie sie durch ihre Gravitation freigeräumt haben.

Stern

Sterne sind kugelige Gasriesen, die von sich aus Licht aussenden. In ihrem Inneren sind Temperatur und Druck hoch genug, dass über längere Zeit eine Kernfusion stattfinden kann. Dabei verschmelzen Wasserstoffatome zu Helium, wobei unheimlich viel Energie frei wird.

In einer sternklaren Nacht kann das menschliche Auge rund 5.500 Sterne erkennen. Sie haben unterschiedliche Größe, Temperatur, Leuchtkraft und Lebensdauer.

Zur Erdfrühzeit, im Archaikum, soll ein wahrer Meteoriten-Hagel auf die Erde niedergegangen sein. Auch der Mond erhielt damals die Krater, die wir heute noch auf seiner Oberfläche sehen.

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