Geschrieben am 3. August 2011 von Michael abgelegt in der Kategorie Deutschland,
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Hunderte Freiwillige quittieren den Dienst bei der Bundeswehr

Einem Bericht zufolge sind von den 3419 freiwillig Wehrdienstleistenden, die Anfang Juli ihren Dienst in der Bundeswehr angetreten haben, 440 schon wieder ausgeschieden. Damit hätten bereits im ersten Monat etwa 13 Prozent der neuen Soldaten den Dienst quittiert.

Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Bundeswehrverbandes. Gegenüber der Zeitung erklärte Uwe Köpsel, Chef des Bundeswehrbands Ost, der Prozentsatz entspreche „ungefähr den Ausfällen, die wir auch zur Zeit der Wehrpflicht hatten“. Das Bundesverteidigungsministerium wollte diese Zahlen zunächst nicht bestätigen. Ein Ministeriumssprecher sagte gegenüber dem „Focus“, über personelle Engpässe mache man sich keine Sorgen. Die Zahl derjenigen, die einen Monat nach dem Start des neuen Dienstes schon wieder ausgeschieden seien, sei „vertretbar und erwartbar“, erklärte Sprecher Stefan Paris.

Die Probezeit für die Freiwilligen beträgt sechs Monate, sie endet also Ende Dezember. Innerhalb dieser Zeit kann von beiden Seiten kurzfristig gekündigt werden. Die nächsten Freiwilligen werden Anfang Oktober ihren Dienst antreten. Im Zuge der Bundeswehr-Reform war die Wehrpflicht am 1. Juli diesen Jahres nach mehr als 50 Jahren ausgesetzt worden.

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