Illegaler Waffenhandel zwischen Iran und Venezuela

Die Festnahme von fünf spanischen Waffenhändlern und drei iranischen Staatsbürgern in Spanien hat international für große Medienaufmerksamkeit gesorgt. Mitte der Woche hatte die spanische Polizei mitgeteilt, in Lagerhallen nahe der Städte Madrid, Barcelona und Cádiz neun Mehrzweckhubschrauber des Typs Bell-212 und weitere Güter sichergestellt zu haben. Diese Helikopter werden in der Regel für Rettungseinsätze oder logistische Aufgaben eingesetzt und können in diesem Rahmen auch militärisch genutzt werden. Der Wert der Rüstungsgüter wurde von den spanischen Behörden auf umgerechnet 100 Millionen US-Dollar beziffert.

Nach ersten Ermittlungserkenntnissen waren die Hubschrauber für Iran bestimmt. Die drei inhaftierten Unterhändler seien nach Spanien gekommen, um den Kauf perfekt zu machen. Die Helikopter sollten als Ersatzteillieferungen getarnt und vor der Lieferung nach Iran zerlegt werden.

Nach Behördenangaben sollen die spanischen Waffenhändler auch Deals mit Venezuela geplant haben, gegen das die US-Regierung vor Jahren ein Waffenembargo verhängt hat. Eine direkte Verbindung zwischen den iranischen und venezolanischen Käufern, über die in Medienberichten gemutmaßt wurde, gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

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