Iran wirft Nato Kriegstreiberei vor

Der iranische Generalstabschef Hassan Firusabadi hat die Planungen für die Stationierung von „Patriot“-Raketen in der Türkei durch mehrere Nato-Staaten scharf verurteilt. „Die westlichen Staaten wollen einen Weltkrieg anzetteln, indem sie „Patriot“-Flugabwehrraketen an der syrisch-türkischen Grenze installieren“, sagte Firusabadi laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Isna. Dies sei „sehr gefährlich für die Menschheit und auch für die Zukunft Europas“. Die „Patriots“ erhöhten nicht die Sicherheit, sondern die Spannungen. Deshalb müssten die Türkei, die USA und Europa die Pläne stoppen, „bevor ein Feuer ausbricht, das keiner mehr löschen kann.“

Die USA, Deutschland und die Niederlande bereiten die Stationierung von „Patriot“-Abwehrsystemen in der Türkei vor, nachdem die Regierung in Ankara im Konflikt mit Syrien um Unterstützung gebeten hatte. Jede dieser „Patriots“ sei ein Schandfleck auf der Weltkarte und könnte einen Weltkrieg verursachen, sagte General Firusabadi.

Iran ist in dem seit 21 Monaten dauernden Aufstand gegen die syrische Führung ein Verbündeter von Präsident Baschar al-Assad. Im Zuge des Bürgerkriegs in Syrien waren auf türkischer Seite der rund 900 Kilometer langen Grenze mehrfach Granaten eingeschlagen. Im Grenzgebiet gehen Soldaten der Regierung gegen Rebellen vor. Besondere Sorge bereiten der Türkei die Chemiewaffen im Besitz der Armee.

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