Iranische Botschaft in Beirut angegriffen

Die iranische Botschaft im Libanon ist Ziel eines Anschlags geworden. Nach Polizeiangaben wurden mindestens 15 Menschen getötet, als es am Botschaftsgelände zu einer Explosion kam.

Die Detonation ereignete sich nahe der iranischen Vertretung im Zentrum der libanesischen Hauptstadt Beirut. Aus Sicherheitskreisen gab es unterschiedliche Darstellungen über die Art der Explosion. Zunächst hieß es, zwei Raketen seien aus dem Süden Beiruts abgefeuert worden. Später war von einer oder zwei Autobomben die Rede. Auch die Hintergründe des Anschlags sind noch unklar.

Ein Polizeisprecher bestätigte, dass mindestens 15 Menschen getötet wurden. Auch der iranische Kulturattaché soll unter den Opfern sein, verlautete aus libanesischen Regierungskreisen.

Auf Bildern, die das libanesische Fernsehen ausstrahlte, waren mehrere Tote und Verletzte, Flammen und schwarzer Rauch zu sehen. Auf der Straße lagen Trümmerteile zerstreut. Wie das Sahraa-Krankenhaus in der Nähe des Anschlagsortes mitteilte, wurden dort mindestens 35 Verletzte behandelt.

Hochburg der Hisbollah

Die Gegend gilt als Hochburg der schiitischen Hisbollah-Bewegung. Sie unterhält als einzige libanesische Partei weiter eine eigene schwerbewaffnete Miliz und ist eng mit dem Iran verbündet.

Die vom Teheran unterstützte Schiiten-Miliz kämpft seit Jahrzehnten vom Libanon aus gegen Israel. Die Hisbollah ist zudem an anderen Konflikten der Region beteiligt. Derzeit unterstützt die Miliz im syrischen Bürgerkrieg die Truppen von Staatschef Baschar al-Assad gegen die überwiegend sunnitischen Rebellen.

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