Geschrieben am 24. September 2012 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Iran, Israel,
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Iranischer General droht mit „drittem Weltkrieg“

Iran schwingt die rhetorische Keule: Mehrere Generäle drohen mit harschen Konsequenzen, sollte ihr Land angegriffen werden. Von einer Vernichtung Israels sprechen die Befehlshaber, gar von einem dritten Weltkrieg ist die Rede.

Ein iranischer Luftwaffengeneral hat Israel offen mit einem Erstschlag gedroht. Ein solcher Präventivangriff sei für den Fall möglich, dass Israel alle Vorbereitungen für einen Militärschlag gegen den Iran getroffen habe, sagte der Befehlshaber der Luftwaffe in den Revolutionsgarden, Amir-Ali Hajizadeh, nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna am Sonntag.

Ein Angriff auf sein Land könne ungeahnte Folgen haben, warnte Hajizadeh nach einer Meldung des staatlichen arabisch-sprachigen Fernsehsenders El Alam vom Sonntag. „Wir können uns nicht vorstellen, dass das zionistische Regime (Israel) einen Krieg ohne Unterstützung durch Amerika beginnt. Daher stünden wir in einem solchen Falle im Krieg mit beiden, und wir würden im Konflikt mit amerikanischen Stützpunkten stehen.“ Dann würden sich die Dinge unvorhersehbar und unbeherrschbar entwickeln und könnten in einen dritten Weltkrieg münden, sagte der General.

Oberbefehlshaber droht mit Vernichtung Israels Zuvor hatte schon der Oberkommandierende der iranischen Revolutionsgarden, General Mohammed-Ali Jafari, vor den Konsequenzen eines möglichen Angriffs gewarnt. „Bei einem Gegenschlag des Iran nach einem israelischen Angriff würde kein Teil Israels sicher sein, und von dem Land würde nichts übrigbleiben“, sagte Jafari.

Dass es zu einem bewaffneten Konflikt kommt, sei aber sicher, sagte er: „Es wird einen Krieg geben, es ist nur nicht klar, wo und wann es sein wird.“ Israel betrachte derzeit Krieg als einzigen Weg der Konfrontation. „Wir unternehmen alle Anstrengungen, um unsere Verteidigungskapazitäten auszubauen“, sagte Jafari.

Iran würde Straße von Hormus blockieren Im Falle eines Militärschlages gegen sein Land werde der Iran auch US-Militärbasen in der Region angreifen und die Straße von Hormus schließen, betonte Jafari. Diese Meerenge ist strategisch wichtig, weil durch sie nach unterschiedlichen Quellen bis zu 40 Prozent des weltweit auf Schiffen transportierten Öls nach Europa, Fernost und in die USA gelangen.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Forschungsprogramms Atomwaffen zu entwickeln. Israel betrachtet das Atomprogramm als größte Bedrohung seiner Existenz und hat indirekt mit einem Militärschlag gegen iranische Atomanlagen gedroht. Der Iran weist die Vorwürfe des Westens zurück, legt sein Forschungsprogramm aber nicht offen.

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