Israel mobilisiert wieder gegen den Iran

Israel: Iran wird Raketen auf Deutschland richten

Ein naiver Umgang mit Teheran sei ein „historischer Fehler“, poltert Israels Ministerpräsident vor den Atomgesprächen mit dem Iran und probiert somit mehr Anhänger und gleichgesinnte aus dem Westen zu finden. Nur schade für Israel. dass der Westen selber denken kann und sich durch Israel nicht steuern lässt.  Der Iran baue Interkontinentalraketen, die auch Europa und die USA treffen sollen – mit Atomsprengköpfen bestückt.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat davor gewarnt, dass iranische Atomwaffen auch Deutschland bedrohen könnten. „Iran baut Interkontinentalraketen, die nicht Israel, sondern Europa und die USA treffen sollen“, sagte Netanjahu der „Bild“-Zeitung. „Sie wollen diese Raketen nicht mit Sprengstoff füllen, sondern mit Atomsprengköpfen bestücken. Und wenn man ihnen die Fähigkeit dazu nicht wegnimmt, werden Sie eines Tages aufwachen, und iranische Atomraketen werden auf deutsche Städte gerichtet sein“, fügte Netanjahu hinzu. Diese Sorge habe er auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mitgeteilt.Vor den nächsten Atomverhandlungen der 5+1-Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran am Mittwoch in Genf warnte Netanjahu die Bundesregierung vor einem naiven Umgang mit Teheran. „Ich hoffe, man durchschaut, dass sich das iranische Regime nicht geändert hat“, sagte Netanjahu der „Bild“. „Sie haben ihren Stil verändert, aber nicht ihre Ideologie, und ich mahne die westlichen Politiker, hier zwischen Stil und Inhalt zu unterscheiden.“

„Keine Nuklearwaffen für so ein Regime“

Ruhani habe keine wirkliche Macht, so Netanjahu, die Entscheidungen treffen weiterhin die religiösen Führer. „Dieses Regime tötet systematisch das eigene Volk, exekutiert Hunderte jedes Jahr“, so Netanjahu zu „Bild“. Sie seien daran beteiligt gewesen, Männer, Frauen, Kinder in Syrien abzuschlachten. Mit ihren Häschern von der Hisbollah hätten sie Terror auf allen fünf Kontinenten verübt und sie sich systematisch UN-Resolutionen widersetzt. „Solch einem Regime erlaubt man keine Nuklearwaffen“, sagte Netanjahu weiter.

Seinen Kurs habe der Iran nicht geändert. „Sie wollen Nuklearwaffen und sie wollen sie gegen Israel und die arabischen Länder richten“, warnte Netanjahu. „Lasst dem Iran nicht seine Zentrifugen und seinen Plutonium-Reaktor! Sie werden euch damit bedrohen“. Ein Abkommen, bei dem der Iran nicht seine Zentrifugen zur Uran-Anreicherung und seinen Plutonium-Reaktor zerstören müsste und bereits angereichertes Uran behalten dürfte, nannte Netanjahu „ein schlechtes Geschäft“. Eine Lockerung der Sanktionen gegen Teheran wäre „ein schrecklicher, historischer Fehler“.

Washington versucht zu beschwichtigen

Israel warnt seit Tagen nachdrücklich vor dem derzeit diskutierten Interimsabkommen mit dem Iran, das im Gegenzug für die Aussetzung gewisser Sanktionen eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms vorsieht. Die letzte Verhandlungsrunde in Genf Anfang November war nach anfänglicher Hoffnung auf einen Durchbruch letztlich ohne Ergebnis geblieben.

US-Außenminister John Kerry versuchte Israel zu beruhigen. Die neuen Gespräche würden für „Israel keinerlei zusätzliche Risiken“ bedeuten, sagte Kerry am Montag in Washington. Zugleich räumte Kerry ein, er respektiere die Sorge Israels. Jetzt komme es darauf an, mit Teheran einen „nachprüfbaren, sicheren, absolut zuverlässigen Prozess“ einzuleiten, der garantiere, dass Iran keine Atomwaffen erlangt.

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