Israel tötet Iranischen General

Israel hat nach Angaben aus Teheran bei einem Angriff auf den syrischen Teil der Golanhöhen neben sechs Hisbollah-Kämpfern auch einen iranischen General sowie sechs Angehörige der iranischen Revolutionsgarden getötet. Sie fuhren in drei Autos im Golangebiet und wurden von israelischen Kampfhubschraubern gezielt angegriffen. Israelische Medien berichten, dass sie ein Attentat auf Israel geplant hätten.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu pochte auf ein umfassendes Recht zur Verteidigung seines Landes. „Wir werden alles tun, was nötig ist, um uns selbst zu verteidigen, wo auch immer“, sagte er. Der Tod des hohen iranischen Offiziers könnte den Konflikt zwischen den erklärten Erzfeinden Iran und Israel weiter verschärfen. Die mit dem Iran verbündete schiitische Miliz Hisbollah hat bereits Rache angekündigt.

Israel und Syrien streiten sich seit fast fünf Jahrzehnten um die Golanhöhen. Im Sechstagekrieg 1967 hatte Israel das rund 1150 Quadratkilometer große syrische Hochplateau erobert und Ende 1981 annektiert. Im syrischen Bürgerkrieg ist der Golan immer wieder Ort blutiger Zusammenstöße verfeindeter Milizen.

General beriet Syriens Regierung bei Kampf gegen Rebellen

Die Hisbollah kämpft in dem seit 2011 wütenden syrischen Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad. Der Iran gilt als Unterstützer sowohl der Hisbollah als auch der syrischen Regierung. Israel hat vereinzelt Luftangriffe gegen Syrien geführt, unter anderem gegen eine mutmaßliche Waffenlieferung an die Hisbollah, hält sich aber ansonsten aus dem Konflikt heraus.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten auf ihrer Internetseite, der bei dem Angriff auf den Golanhöhen getötete General Mohammed Ali Allahdadi sei in Syrien eingesetzt gewesen.

Er habe der Regierung „entscheidende Ratschläge“ für den Kampf gegen Terroristen gegeben – so bezeichnet Assad die sunnitischen Rebellen und Extremisten, die ihn stürzen wollen.

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