Geschrieben am 15. Mai 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Israel, Nahost, Palästina,
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Israel Toter und Verletzte

Mindestens ein Toter und viele Verletzte bei Zusammenstößen auf den Golanhöhen: Zahlreiche Palästinenser haben am sogenannten Nakba-Tag die streng bewachte Grenze zwischen Syrien und Israel gestürmt und sich Auseinandersetzungen mit der israelischen Armee geliefert.

Der israelische Rundfunk meldete unter Berufung auf Sanitäter, mindestens ein Syrer sei getötet worden. Der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete von vier Toten. Die israelische Armee erklärte den Ort des Geschehens zum militärischen Sperrgebiet. Auf der israelischen Seite gab es drei Verletzte.

Es sei mehreren Dutzend Demonstranten gelungen, in die drusische Ortschaft Madschd al-Schams vorzudringen, berichtete der israelische Rundfunk. Radikalislamische Gruppierungen hatten zum palästinensischen Nakba-Tag zum Marsch auf die israelischen Grenzen aufgerufen. Die Palästinenser erinnern am 15. Mai an die Flucht und Vertreibung nach der israelischen Staatsgründung von 1948.

Israelische Radiokommentatoren sprachen von einer Ausnahmesituation auf den 1967 von Israel eroberten Golanhöhen. Ein Augenzeuge berichtete, hunderte Palästinenser seien auf dem Weg nach Israel durch ein Minenfeld gelaufen. Reporter befragten vor Ort Palästinenser, die erstmals die hochgesicherte Grenze zu Israel überquert hatten. «Wir haben keine Angst mehr», sagte einer von ihnen den Angaben zufolge. In Syrien leben in mehreren Flüchtlingslagern knapp eine halbe Million Palästinenser.

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