Israel zieht seine Bodentruppen aus Gaza ab

Seit sieben Uhr in der Früh schweigen im Gaza-Konflikt die Waffen. Das israelische Militär hat inzwischen seine Bodenoperationen beendet und sich komplett aus dem Gazastreifen zurückgezogen.

Die israelischen Bodentruppen haben sich nach Armeeangaben komplett aus dem Gazastreifen zurückgezogen. „Alle unsere Streitkräfte haben Gaza verlassen“, sagte General Moti Almos dem israelischen Militärradio. Die Armee hatte zuvor angekündigt, sich im Zuge der am Dienstag um 08.00 Uhr Ortszeit (07.00 Uhr MESZ) in Kraft getretenen Waffenruhe auf „defensive Positionen“ außerhalb des Palästinensergebiets zurückzuziehen. Israel und Vertreter der Palästinenser hatten sich am Montagabend unter ägyptischer Vermittlung auf eine 72-stündige Feuerpause geeinigt.

Zuvor hatten israelische Radiosender berichtet, dass das Hauptziel, die Zerstörung von Tunnel der Hamas, erreicht worden sei. Mindestens 32 der Tunnel seien entdeckt und gesprengt worden, hieß es unter Berufung auf das Militär.

Die Feuerpause soll den Weg zu Verhandlungen über einen dauerhaften Waffenstillstand freimachen. In Kairo befinden sich bereits Vertreter der im Westjordanland regierenden Fatah, der radikalislamischen Gruppierung Islamischer Dschihad und der Hamas aus Ägypten und Katar. Im Laufe des Tages soll eine Delegation aus Israel sowie Vertreter der Hamas aus dem Gazastreifen dazustoßen. Der Abzug aller israelischen Truppen aus Gaza war eine der Bedingungen der palästinensischen Seite für einen Waffenstillstand.

Im bisher verlustreichsten und am längsten andauernden Gaza-Krieg wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums bislang 1838 Palästinenser getötet und rund 9500 verletzt, rund zwei Drittel davon Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und drei Zivilisten.

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