Israelischer Generalmajor : Wahrscheinlichkeit eines totalen Krieges wächst zunehmend

Die Lage im nahen Osten wird immer unübersichtlicher. Der arabische Frühling wälzt auf der einen Seite alle politischen Strukturen um, Kriege und Zerwürfnisse, auf der anderen Seite. Die Stimmung in Israel kocht langsam auf dem Höhepunkt und die Bevölkerung macht Ihrem Unmut bei Demonstrationen Luft. Kaum jemand kann im Augenblick die Lage noch genau einschätzen und so machen einige Äußerungen von Generalmajor Eyal Eisenberg doch ein wenig nachdenklich.

Auf der Webseite israelnationalnews.com wird eine Rede vom Home Front Command chief Maj. Gen. Eyal Eisenberg zitiert. In dieser sagte er: Die Revolutionen des arabischen Frühlings haben die Region destabilisert

“Das führt uns zu dem Schluss, dass durch einen langfristiger Prozess die Wahrscheinlichkeit eines totalen Krieges, zunehmend wächst.”

Er nimmt Bezug auf das Atomprogramm des Iran, welches auf Hochtouren laufe, in Ägypten das Militär die Kontrolle über den Sinai verliere und die Beziehungen mit der Türkei auf einem Tiefpunkt seien. Der arabische Frühling könne sich zu einem radikal islamischen Winter entwickeln, was zu dem totalen Krieg – sogar unter Einsatz von Massenvernichtungswaffen führen könne.

Währenddessen wurde der Chef des Türkischen Nachrichtendienstes – Generalleutnant Ismail Hakki Pekin – festgenommen, weil Ihm unterstellt wird, in eine Verschwörung zum Sturz der türkischen Regierung beteiligt zu sein. Insgesamt sollen unter dem Codenamen Sledgehamer ein Zehntel aller Generäle des Landes verhaftet worden sein, so Press TV in Berufung auf AFP.

Erdogan hat unterdessen die Handelsbeziehungen zu Israel gekappt und will die Sanktionen gegen Israel noch verschärfen.

Die Dynamik des ganzen Prozesses nimmt unglaublich zu. Ob hier ein echter Streit vom Zaun bricht zwischen den beiden ehemaligen Verbündeten Israel und der Türkei, oder ob nur von der dramatischen Innenpolitischen Lage in Israel abgelenkt werden soll, vermag ich nicht einzuschätzen. Auf jeden Fall führen solche Spannungen nicht unbedingt in eine friedliche Zukunft und die Drohung vom Einsatz von Massenvernichtungswaffen ist auch nicht ohne. Möge die Zukunft eine Zeit von Frieden und gegenseitigem Respekt sein.

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