Geschrieben am 22. Februar 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Deutschland,
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Karl-Theodor zu Guttenberg: "Hier steht das Original und kein Plagiat …

Am Montagabend im kleinen Taunusstädtchen Kelkheim blies die CDU dem Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zum ersten Mal seit Bekanntwerden des Plagiatskandals den Marsch. Freilich hielten sich die Parteigranden vornehm zurück und schickten das „Blasorchester Kelkheim-Hornau“ vor. Das legte sich umso begeisterter ins Zeug. Denn Guttenberg, über den seit Tagen alle sprechen, aber den kaum einer gesehen hat, war tatsächlich gekommen.

Guttenberg besucht Valentinstreffen

Foto: dapd/DAPD
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nutzte seine Rede zu einer Flucht nach vorne

Zum sogenannten Valentinstreffen der hessischen CDU, dem alljährlichen Schulterschluss dieses wichtigen Landesverbandes. Namen wie Stoiber, Schavan, Kohl finden sich unter den Gastrednern der vergangenen Jahre. Man hatte sich offenbar sehr gefreut, den aufstrebenden, vielversprechenden Bundesminister zu gewinnen. Seine Zusage war aber bereits vor Monaten erfolgt. Also lange vor der Wegscheide, seit der der Wert des Guttenbergschen Wortes – bis dato eine sicher geglaubte Größe – auf dem Prüfstand steht. Bis kurz vor der Veranstaltung ist von den nervösen CDU-Pressesprechern nur zu hören, man habe keine Absage erhalten.



Merkel unterstützt Guttenberg

Kanzlerin Merkel stärkt Guttenberg den Rücken

Sieben Uhr. Die Blaskapelle verstummt. Unheilvoll läuten die Totenglocken von Guttenbergs vermeintlicher Lieblingsband AC/DC durch die mit rund 900 CDU-Anhängern voll besetzte Stadthalle: „Hells Bells“. Ob das ein gutes Omen ist? Den Song wählen viele Boxer auf dem Weg zum Ring. Meist folgt nur Runden später der Niederschlag. Siegesgewiss schreitet Guttenberg durch das enge Spalier, das ihm begeisterte Anhänger und Vertreter der Presse lassen. Er weiß: Dieser Boxkampf ist zu gewinnen. Er hat ja keinen Gegner: ein Abend unter Freunden. Ein guter Ort für seinen ersten Auftritt in der Öffentlichkeit, nachdem in den vergangenen Tagen freiwillige Jäger des verlorenen Zitats immer mehr nicht ausreichend gekennzeichnete Fremdtexte in seiner Doktorarbeit aufgespürt und im Internet veröffentlicht haben.

Guttenberg, im grauen Anzug mit gelbem Schlips, nimmt auf der langen Bierbank Platz. Weiter hinten sitzen ganz normale Mitglieder der konservativen Hessen-CDU. Guttenberg selbst sitzt freilich vorn, zwischen Ex-Ministerpräsident Roland Koch und dessen Nachfolger Volker Bouffier. Letzterer sagt ein paar launige Worte. Ist immerhin der erste, der den Plagiatskandal überhaupt anspricht. Sein Vorredner Thomas Weck vom Kreisverband hatte Guttenberg mit dem Prädikat „beliebtester Politiker ganz Deutschlands“ hinreichend beschrieben gefunden. Vom Prädikatsexamen war keine Rede. Bouffier hingegen weiß, was er den beunruhigten Anhängern und der ungeduldigen Presse schuldig ist.


„Jedem passiert auch mal ein Fehler.“
(Schäuble (CDU) ist Bundesfinanzminister)

„Im Prinzip wird hier klar, dass man versucht einen außerordentlich populären
und tatkräftigen und mutigen Politiker im Grunde genommen am Lack zu
kratzen, ihm am Zeug zu flicken und das akzeptiert die Bevölkerung mit
Sicherheit nicht.“
(Stoiber war CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident)

„Ich finde, auch Minister haben den Anspruch, nicht vorverurteilt zu werden.“
(Schavan (CDU)ist Bundesbildungsministerin)

„Wenn ihm der Doktortitel abgenommen würde, dann müsste er auch das Amt
verlassen. Mit diesem Makel kann man nicht mehr Minister sein.“
(Wiefelspütz ist SPD-Innenexperte)

„Wenn jetzt auch noch die Frage auftaucht, ob er nicht vielleicht wahl- und
referenzlos nachplappert, was Dritte aufgeschrieben haben, verträgt sich das
nicht mit der Verantwortung eines Ministers.“
(Schäfer ist verteidigungspolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag)

„Wenn die bisherigen Fußnoten nicht ausreichen, muss es eine zweite,
verbesserte Auflage geben.“
(Schmidt ist Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium)
Quelle: dapd

Er sagt, man könne sich vor Freunden nicht retten, solange man oben stünde. „Kommt aber der Wind von vorn, sieht es anders aus.“ Guttenberg sei „eine der herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Politik und wir wollen, dass das so bleibt“. Tosender Beifall. Auftritt Guttenberg. Er sagt etwas von einer frühkindlichen „Taunus-Traumatisierung“, die er aber inzwischen überwunden habe. Für diesen Abend jedenfalls scheint er optimistisch.


Er ruft: „Hier steht das Original und kein Plagiat!“ Der Mann mit der windschnittigen Frisur wird, so viel lässt sich jetzt schon seiner entschlossenen Miene und der kernigen Stimme entnehmen, keinen anderen als den Vorwärtsgang einschlagen. Ob er denn überhaupt käme, hätten vorab viele gemunkelt, so Guttenberg. „So weit kommt’s noch, dass ich mich vor so einem Sturm drücken werde! Ein oberfränkische Wettertanne wird das nicht umhauen!“ Zwar sei er nicht „als Selbstverteidigungsminister gekommen“, doch genau dazu hebt er nun an: zu einer Selbstverteidigung. Er habe diesen Abend gewählt, weil er zur „Öffentlichkeit als Öffentlichkeit“ habe sprechen wollen „und nicht zur Hauptstadtpresse“.



Guttenberg verzichtet auf Führung des Doktortitels

„Die von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat“

Das ist nur der erste Vorgeschmack der Schmährede gegen die Medien, die folgen wird. Doch erst einmal kommt der Hammer: „Ich habe mich am Wochenende nochmals mit meiner Doktorarbeit beschäftigt“, sagt Guttenberg, „und es war richtig, dass ich gesagt habe, dass ich den Doktortitel nicht mehr führen werde.“ Gemurmel unter den Journalisten: Heißt das …? Meint er …? Am Freitag hatte er noch das Wörtchen „vorübergehend“ betont.

Das fehlt nun. Die wenigsten im Raum wissen zu dieser Stunde, dass Guttenberg seine Alma Mater, die Universität Bayreuth, am Montagabend schriftlich gebeten hat, ihm den Doktortitel wieder abzuerkennen. Die Gründe, die später der Universitätssprecher Frank Schmälzle zitieren wird, entsprechen wörtlich denen, die Guttenberg in Kelkheim ausführt: „gravierende handwerkliche Fehler, die nicht mit wissenschaftlichem Arbeiten zu vereinbaren sind.“


Der Begriff Plagiat ist dem Franzöischen entlehnt und wurzelt auf dem
lateinischen Begriff plagium, zu Deutsch Menschenraub oder auch
Seelenverkauf. Er bezeichnet heute jedoch den Diebstahl geistigen Eigentums.
Dabei kann es um alle Formen geistiger Arbeit gehen, also etwa um Design,
Kunst, Musik, Texte und auch Wissenschaft.

Das Plagiat ist allerdings kein juristischer Tatbestand, wie der Münchner
Rechtsprofessor Volker Rieble sagte. „Es gibt keinen Plagiatsbegriff“,
erläuterte Rieble die Rechtslage. „Es gibt den Begriff der
Urheberrechtsverletzung, der aber darauf zielt, dass ein Autor dem anderen
den Text stiehlt. Der Plagiatsbegriff ist als nichtrechtlicher Begriff etwas
anderes, nämlich die Irreführung des Lesers.“

Dabei stehe nicht die Schädigung des ursprünglichen Autors im Mittelpunkt,
sondern die Täuschung des Lesers. Ein Plagiat beginnt für Rieble in
wissenschaftlichen Arbeiten schon bei zwei bis drei wortwörtlich
übernommenen Sätzen ohne Verweis auf den Urheber.

Im Unterschied zu Fälschern tun Plagiatoren so, als ob es sich bei dem
vorgestellten Werk um ihr geistiges Eigentum handele.

Ein berühmtes Beispiel eines Musik-Plagiats ist der Song „My Sweet Lord“ des
Beatles George Harrison, der auf ein Original der Gruppe The Chiffons
zurückgeht. Bertold Brecht hatte für sein bekanntestes Stück
„Dreigroschenoper“ auf Texte von Francois Villon zurückgegriffen und diese
nicht gekennzeichnet. Sonst hätten diese Passagen wie in wissenschaftlichen
Arbeiten als Zitat gelten können.

Quelle: dpa

Dennoch wiederholt Guttenberg, was er bereits Ende vergangener Woche betont hat: „Ich habe nicht bewusst, nicht absichtlich getäuscht.“ Statt dessen habe er „teilweise den Überblick über die Quellen verloren“. Wie glaubhaft diese Versicherung angesichts der offenbar äußerst zahl- und umfangreich verschleierten Quellen ist – unter anderem eines ausführlich zitierten, aber nicht entsprechend gekennzeichneten „FAZ“-Artikels in der Einleitung – haben in den kommenden Tagen und Wochen Andere zu prüfen. Schmälzle sagte, die Promotionskommission der Uni werde sich am Dienstag mit Guttenbergs Bitte befassen und Schritte für die Aberkennung des Titels einleiten.

Dies ersetze indes keinesfalls das ordentliche Verfahren zur Prüfung der Dissertation, wie es die Promotionsordnung verlange, so Schmälzle. „Ich bin ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. Und zu denen stehe ich auch“, ruft Guttenberg, der am Rednerpult steht, als wär’s ein Pranger. „Von Herzen und mit der mir abgesprochenen Demut möchte ich mich bei denen entschuldigen, die ich mit meiner Doktorarbeit verletzt habe.“ Das geht offenbar zuerst an die Adresse seines Doktorvaters, mittelbar an die gesamte deutsche akademische Szene, die um ihren Ruf fürchten muss. Fazit: „Die Entscheidung, den Doktortitel, nicht zu führen, schmerzt.“ Soweit der Selbstverteidigungsminister.


Financial Times Deutschland: „Wer Texte über mehrere Passagen zitiert, setzt Anführungszeichen. Sonst macht er sich des Plagiats schuldig. Noch peinlicher wird Guttenbergs Patzer dadurch, dass er selbst in den bewertenden Teilen der Arbeit, die ganz besonders nach einer Eigenleistung des Autors verlangen, fremde Einschätzungen übernommen hat.“

Mitteldeutsche Zeitung: „Guttenbergs Reden sind oft moralisch durchtränkt. Hier gibt einer Maßstäbe vor, für sich, für andere, ja für alle. Diesen Maßstäben wird er einmal mehr nicht gerecht. Vielmehr fällt einem das Bonmot ein, wonach das Erhabene und das Lächerliche meist nah beieinander liegen.“

FAZ: „Der juge Held wurde – nur zum Teil mit eigenem Zutun – so hochgeschrieben, dass ein Absturz kommen musste.“

Lausitzer Rundschau: „Viel Stil, weniger Substanz. Nicht immer hundertprozentig im Thema, aber stets eloquent und gut gekämmt. Karl-Theodor zu Guttenberg ist ein Meister der Symbolpolitik, vielleicht der Prototyp des Medienpolitikers unserer Zeit. Aber wer Erwartungen weckt, die niemand erfüllen kann, dem fallen sie irgendwann auf die Füße.“

Bild: „Schlamperei, Stress in der Politik, ein ungeordneter Zettelkasten – was immer der Grund für fehlende Fußnoten ist – der Minister kann das nicht locker nehmen. Verantwortung beweist sich auch im Detail. Aufklären kann nur er. Ganz schnell! Erst in seiner Studierstube, dann öffentlich.“

Braunschweiger Zeitung: „Schadenfreude ist unangebracht, der erhobene Zeigefinger kommt in diesem Fall auch zu spät. Zunächst ist das Werk zu prüfen, dann wird geurteilt. Es gab eine Zeit, in der sich bekannte Zeitgenossen gern – gewissermaßen zur Krönung – noch einen Titel besorgten.“

Westfalen-Blatt: „Das ist weit mehr als ein Sturm im Wasserglas. Sollten sich die massiven Plagiatsvorwürfe gegen Karl-Theodor zu Guttenberg bestätigen, steht nicht weniger als seine Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Auch kann der Verteidigungsminister in keiner Weise auf mildernde Umstände hoffen, weil er selbst zuletzt in Personalfragen nicht vor schnellen und einschneidenden Maßnahmen zurückgeschreckt ist.“

Neue Presse: „Blamiert bis auf die Knochen und den Doktortitel hoffentlich bald los.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung: „Karl-Theodor zu Guttenberg muss man nach dem Fußnoten-Skandal wohl nicht abschreiben. Politik ist kein Geschäft für Zitierethik-Kommissionen. Guttenberg ist Politiker. Da gehört das kreative Hantieren mit Textbausteinen (auch) aus anderer Leute Hirnwindungen fast schon zur Berufsbefähigung.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung: „Es geht um mehr als die Frage, ob Guttenberg nun seine Doktorwürde aberkannt wird. Seine Würde als politische Figur ist erschüttert. Er steht da als einer, dem schnelles Vorankommen wichtiger ist als Redlichkeit.“

Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung: „Gorch Fock, Kundus, Feldpost – da konnten andere zur Verantwortung gezogen werden. Im Zweifel war der Minister nicht ausreichend informiert. Beim Vorwurf, bei seiner Doktorarbeit abgekupfert zu haben, geht es jedoch um Guttenbergs persönliche Integrität.“

Saarbrücker Zeitung: „Nein, Dr. zu Guttenberg ist sicherlich kein Hochstapler, der in betrügerischer Absicht geistiges Eigentum stehlen wollte. Dafür ist er viel zu klug. Doch die Vorwürfe gegen den smarten Minister sind gewichtig – und peinlich für den Superstar der deutschen Politik.“

Rhein-Neckar-Zeitung: „Ein Minister stürzt eigentlich nicht über Vorfälle, die vom Gros der Bevölkerung als Petitessen wahrgenommen werden.“

Frankfurter Rundschau: „Nicht diejenigen, die die Doktorarbeit hervorkramten, haben die Person des Ministers in den Mittelpunkt und seine Politik in den Schatten gerückt. Es war Guttenberg, der diesen Weg der apolitischen Selbstvermarktung – man könnte auch sagen: der Trivialisierung von Politik – betrat. Genau das fällt jetzt auf ihn zurück.“

Es folgt der Kriegsminister. Aber auch der ahnt womöglich bloß, dass Angriff die beste Verteidigung ist. Bitterlich beschwert sich Guttenberg, angesichts der Doktorarbeitsaffäre sei der Tod dreier Soldaten in Afghanistan „zur Randnotiz verkommen“. Er redet sich in Rage, macht einen Nebenkriegsschauplatz nach dem anderen auf. Immer ist die Presse der Bösewicht: Alle hätten auf die Gorch Fock geblickt und nicht „auf das brennende Nordafrika“. Unvermittelt schwenkt er um auf „diese Debatte kurz vor Weihnachten“, die einen „medialen Furor“ sondergleichen entfacht habe: den gemeinsam mit seiner Frau unternommenen Afghanistan-Trip. Man solle die entrüsteten Artikel für nächste Weihnachten am besten sofort schreiben, ruft Guttenberg der versammelten Medienmeute zu.

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    Angenommen Karl-Theodor zu Guttenberg müsste seinen Doktortitel abgeben. Sollte er dann auch zurücktreten?

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      „Denn dieses Jahr nehme ich meine Frau wieder mit!“ Und wieder ein abrupter Themenwechsel. Jetzt geht es um die Bemerkung, die letztlich Horst Köhlers Rücktritt ausgelöst hat: den Zusammenhang von regionalen mit wirtschaftlichen Interessen. Der ließe sich schlechthin nicht leugnen. „Jetzt sagt alles, was tränenbeflissen ist, insbesondere bei den Grünen“, so der Minister, „‚der Guttenberg will Wirtschaftskriege führen‘.“ Das wolle er keinesfalls. Aber die heutige Weltordnung sei nur im „Maßstab der Unberechenbarkeit“ zu verstehen. Jedenfalls müsse man „ohne Scheuklappen“ agieren, dürfe sich „nicht abducken, wenn die Debatte ungemütlich werden sollte“.

      Als Beispiel führt er zu guter Letzt Thilo Sarrazin ins Feld, dessen Analysen wohl falsch, dessen Bestandsaufnahmen allerdings „fast alle richtig“ seien. Er scheint, als wolle Guttenberg das Maß der politischen Unkorrektheit, für die er im konservativen Lager indes zumindest heimliche Sympathie vermuten darf, vollmachen. Ehrliche Aufreger, um den hessischen Kommunalwahlkampf zu schüren? Oder Blendgranaten, um vom eigentlichen Kriegsschauplatz – der vermaledeiten Dissertation – abzulenken? An diesem Abend ist es ihm gelungen. Die Kelkheimer sind’s zufrieden, ziehen unter Blaskapellenmärschen aus der Stadthalle aus. Wer hingegen auf dem Hauptstadtparkett wem den Marsch bläst, werden die kommenden Tage entscheiden. Ausgestanden scheint die Affäre noch lange nicht.


      Guttenberg

      Foto: dpa
      Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist in der Bevölkerung beliebt und gilt als möglicher Kanzlerkandidat. Doch aktuell machen ihm Plagiatsvorwürfe zu schaffen:


      Guttenberg soll bei Doktorarbeit abgeschrieben haben

      Foto: dpa/DPA
      Er soll seine Doktorarbeit in Teilen aus anderen Arbeiten abgeschrieben haben. Guttenberg hat jetzt verkündet, seinen Doktortitel vorerst nicht tragen zu wollen – bis zur Klärung der Vorwürfe.


      Guttenberg

      Foto: dapd
      Vom Amt des Verteidigungsministers will er aber nicht zurücktreten.


      Foto: picture-alliance / dpa/dpa
      Guttenberg als junger, aufstrebender Poltiker im Jahr 2002. Zu diesem Zeitpunkt ist er CSU-Direktkandidat des Wahlkreises Kulmbach.


      Schnappauf und Guttenberg

      Foto: picture-alliance/ dpa/dpa
      Beim Sonderparteitag der oberfränkischen CSU 2007 in Weißenstadt. Guttenberg begrüßt den ehemaligen bayrischen Umweltminister Werner Schnappauf. An dem Tag wurde Guttenberg überraschend als Nachfolger Werner Schnappaufs zum Vorsitzenden des CSU-Bezirksverbandes Oberfranken gewählt.


      Guttenberg und Seehofer

      Foto: picture alliance / dpa/dpa
      Sie sind die mächtigsten Männer der CSU – und nicht immer einer Meinung …


      Guttenberg soll CSU-Generalsekretär werden

      Foto: picture-alliance/ dpa/dpa
      … Guttenberg und Parteichef Horst Seehofer.


      Foto: picture-alliance/ dpa/dpa
      Erster Höhepunkt der bundespolitischen Karriere: Am 12. Februar 2009 wird Guttenberg im Bundestag als Wirtschaftsminister vereidigt. Rechts Bundestagspräsident Norbert Lammert.


      Frankfurt Motor Show IAA Frankfurt - zu Guttenberg

      Foto: dpa
      Wer aus Bayern kommt, muss ein Faible für schnelle Luxusautos haben: Der Minister besucht den BMW-Stand auf der IAA in Frankfurt 2009.


      Wetten, dass...? in Freiburg

      Foto: picture-alliance/ dpa/ddp_Pool
      Kann auch lustig und massenkompatibel: Bei „Wetten, dass ..?“ mischte sich der Minister unter die Show-Größen.


      Bundestagswahlen

      Foto: picture-alliance/ dpa/dpa
      Heile Familienwelt: Die Guttenbergs (rechts Ehefrau Stephanie) haben zwei Kinder.


      Ernennung der Minister

      Foto: picture-alliance/ dpa/dpa-Zentralbild
      Der nächste wichtige Regierungsposten: Im Oktober 2009 wird Guttenberg Verteidigungsminister. Sein Vorgänger, Franz Josef Jung, scheiterte an der Kundus-Affäre.


      Ein Jahr nach Kundus-Bombardement noch viele Fragen offen

      Foto: picture alliance / dpa/EPA
      Bei einem von Deutschen befohlenen Angriff auf zwei Tanklaster kamen mehr als 140 Menschen ums Leben.


      «FAS»: Guttenberg spielt mit Gedanken an Rücktritt

      Foto: dpa
      An der Affäre hatte auch Guttenberg zu knabbern. Der Minister versuchte, die Angelegenheit zu klären und gab Fehler zu. Sogar sein Rücktritt stand zur Debatte.


      Untersuchungsausschuss Kundus - Guttenberg

      Foto: picture alliance / dpa/dpa
      Hier muss sich Guttenberg vor dem Kundus-Untersuchungsausschuss verantworten.


      Segelschulschiff Gorch Fock in Valparaiso

      Foto: dpa
      Im Januar 2011 bekam Guttenberg neue Probleme. Es gibt den Verdacht, ein deutscher Soldat sei in Afghanistan bei „Waffenspielen“ ums Leben gekommen. Und nach dem Tod einer Kadettin auf der „Gorch Fock“ sollen Besatzungsmitglieder gemeutert haben. Immer neue Einzelheiten zur offenbar schlechten Behandlung der Soldaten auf dem Segelschulschiff werden bekannt. Die Marine lässt die Vorfälle untersuchen, Guttenberg suspendiert den Kapitän.


      Karl-Theodor zu Guttenberg

      Foto: dpa/DPA
      Trotz aller Probleme: Bislang hat sich Guttenberg gehalten. In Umfragen ist er regelmäßig der beliebteste Politiker. Sein wichtigstes Projekt, die Verkleinerung der Bundeswehr samt Abschaffung der Wehrpflicht, brachte Guttenberg viele Sympathien ein. Es bleibt abzuwarten, ob er sich von den neuen Vorwürfen so schnell erholt wie bisher.

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