Geschrieben am 16. April 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Ägypten, International, Nahost,
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Mubaraks Verhaftung beunruhigt die Diktatoren in Nahost

Der ehemalige ägyptische Präsident Mubarak wird zur Rechenschaft gezogen – Auch die Ägypter finden dies unglaublich.

„Erstmals seit 7000 Jahren wird ein Pharao verhaftet“, heißt es in einer  Twittermeldung aus den Reihen der ägyptischen Revolutionäre. Sie drückt die Freude darüber aus, dass einer ihre wichtigsten Forderungen stattgegeben wurde: Seit Mittwochmorgen befindet sich der gestürzte Präsident Husni Mubarak in einer zunächst 15-tägigen Untersuchungshaft. Wie es sich im neuen Ägypten gehört, wurde die Nachricht zuerst auf der Facebookseite der Staatsanwaltschaft verbreitet.  Mubaraks Söhne Gamal und Alaa sind bereits in Sträflingskleidung ins Kairoer Thora-Gefängnis eingezogen. Das ist jener Ort, an dem das frühere Regime seine politischen Opponenten wegzusperren pflegte. Heute sitzt dort bereits eine ganze Riege ehemaliger Minister und regimenaher Geschäftsleute.

Wie die Gefängnisverwaltung mitteilte, verweigerten die Söhne Mubaraks ihr erstes Frühstück im Gefängnis.  „Wenn der alte Mubarak stirbt, dann hält für Gamal in Kairo kein Taxi mehr an“, hatte der ägyptische Journalist Ibrahim Eissa schon vor mehreren Jahren geschrieben und damit den Plänen widersprochen, Gamal Mubarak könne seinen Vater politisch beerben.

Wer hätte damals ahnen können, dass Gamal einmal in einem vergitterten Polizeiauto durch Kairo fahren würde?

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