Geschrieben am 9. Dezember 2013 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Afrika, Israel,
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Netanjahu sagt ab, vier US-Präsidenten sagen zu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine Teilnahme an den Trauerfeiern für den verstorbenen südafrikanischen Ex-Präsidenten Nelson Mandela kurzfristig abgesagt. Wie der staatliche israelische Rundfunk und die Tageszeitung „Haaretz“ am Sonntagabend berichteten, führte die israelische Regierung die hohen Reisekosten als Begründung für diese Entscheidung an. Schon ein Flug mit der nationalen Fluglinie El Al würde demnach Kosten von umgerechnet 600.000 Euro verursachen, hinzu kämen die Kosten für das erforderliche Sicherheitspersonal.

Trotz der Absage Netanjahus kann sich die Liste der prominenten Teilnehmer an den Trauerfeierlichkeiten aber sehen lassen. So hat etwa Palästinenserpräsident Mahmud Abbas angekündigt, er werde anwesend sein. Auch der kubanische Präsident Raul Castro werde an der Beisetzungsfeier am Sonntag teilnehmen, hieß es im kubanischen Staatsfernsehen. Weiters auf der Liste der Staats- und Regierungschefs, die nach Südafrika reisen, sind der französische Präsident Franois Hollande und der britische Premierminister David Cameron.
Vier US-Präsidenten reisen an

Erwartet werden auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, Barack Obama sowie die drei früheren US-Präsidenten George W. Bush, Bill Clinton und Jimmy Carter. An der offiziellen Trauerfeier am Dienstag will auch der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck teilnehmen. Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer wird nicht teilnehmen, die Republik wird durch SP-Bundesratspräsident Reinhard Todt vertreten.

Der erste schwarze Präsident Südafrikas war am Donnerstag nach schwerer Krankheit im Alter von 95 Jahren gestorben. Am kommenden Sonntag soll Mandela in seinem Heimatort Qunu beigesetzt werden, die Trauerfeiern werden am Dienstag im Stadion von Soweto bei Johannesburg mit rund 80.000 Gästen beginnen. Dann sollen die sterblichen Überreste des Freiheitskämpfers an drei Tagen jeden Morgen durch die Straßen von Johannesburg getragen werden. Die Staatsgäste können nach Angaben der südafrikanischen Regierung selbst entscheiden, an welchen Trauerfeierlichkeiten sie teilnehmen möchten.

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