Neue Gaza-Hilfsflotte ist für Israel wieder ein Konflikt wert

Es gibt keinen Grund für einen Konflikt aber wieder mal fühlt sich Israel in einen erneuten Konflikt gestossen. Israel schließt erneute Gewaltaktion nicht aus, aus Kreisen der Türkei wäre eine militärische Antwort der Türkei nicht ausgeschlossen. Die Türkei hätte bereits Partner wie Ägypten, Iran, Marokko, Tunesien, Syrien und weitere Ländern auf seiner Seite die ebenfalls gegen Israel vorgehen möchten. Fatah und Hamas haben ebenfalls sehr positiv auf die Türkei reagiert.

In wenigen Wochen wollen türkische und westeuropäische Aktivisten eine neue Hilfsflotte in den von Israel völlig abgeriegelten palästinensischen Gazastreifen schicken. Ein Jahr nach dem Tod von neun Menschen beim israelischen Angriff auf das türkische Gaza-Schiff „Mavi Marmara“ in internationalen Gewässern soll auch das berühmt gewordene Flaggschiff wieder dabei sein.

Eine erneute Eskalation droht. Die türkische Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan stellte bereits klar, dass sie ein Auslaufen des Schiffes keinesfalls zu verhindern gedenke. Man werde die Beteiligten lediglich vor möglichen Risiken warnen, sagte Außenminister Ahmet Davutoglu. Sowohl Israel als auch die USA hatten ein Einschreiten Ankaras gefordert.

Einen neuerlichen israelischen Angriff erwartet IHH-Vorstand Oruc nicht. Angesichts der Kritik aus der ganzen Welt an der blutigen Kommandoaktion der israelischen Eliteeinheit „Shayetet 13“ im vergangenen Jahr werde Israel „denselben Fehler nicht noch einmal begehen“, sagte er. Sicher sein kann Oruc aber nicht. Nach Presseberichten bereitet sich die israelische Regierung darauf vor, auch die neue Hilfsflotte zu stoppen. Eine Erstürmung werde nicht ausgeschlossen.

Die USA sorgen sich schon jetzt um einen neuen Konflikt zwischen der Türkei und Israel, zwei wichtigen Verbündeten Washingtons im Nahen Osten. In einem Brief an Premier Erdogan baten 36 Kongressabgeordnete, Ankara möge die neue Gaza-Aktion doch bitte unterbinden. Zumindest bis zu den türkischen Parlamentswahlen am 12. Juni wird Erdogan nicht mit sich reden lassen. Die Not der Menschen im Gazastreifen ist ein großes Thema in der Türkei, und Druck auf die IHH in dieser Sache könnte den Premier wichtige Stimmen kosten. Und so stellte sich Erdogans Kabinett auf den Standpunkt, es handle sich um die legale Aktion einer regierungsunabhängigen Organisation, in die sich die Regierung eines demokratischen Landes nicht einzumischen habe.

2 Gedanken zu „Neue Gaza-Hilfsflotte ist für Israel wieder ein Konflikt wert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *