Neue Mohammed-Karikaturen: Frankreich schließt Botschaften

Frankreich schließt wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen durch die Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ seine Botschaften in 20 Ländern. Es sei nicht „intelligent“, in diesem Moment Öl ins Feuer zu gießen, sagte Außenminister Fabius.

Aus Angst vor gewaltsamen Angriffen wegen der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Frankreich werden am Freitag die französischen Botschaften und Schulen in rund 20 Ländern geschlossen. Das teilte das Außenministerium in Paris am Mittwoch mit. Befürchtet werden offenbar Ausschreitungen nach den Freitagsgebeten in muslimischen Ländern.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte am Mittwoch dem Sender France Info, es sei nicht „intelligent“, zum jetzigen Zeitpunkt „Öl ins Feuer zu gießen“.

Die französische Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ hatte am Mittwoch mehrere Mohammed-Karikaturen veröffentlicht. Die sozialistische Regierung hatte daraufhin zur „Verantwortung“ aufgerufen und vor „Provokation“ gewarnt. Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault sagte, dass diejenigen, die sich davon verletzt fühlten, die Möglichkeit hätten, gerichtlich dagegen vorzugehen. Frankreich sei ein Rechtsstaat, in dem die Meinungsfreiheit und die „Freiheit der Karikatur“ garantiert würden, sagte Ayrault dem Rundfunksender RTL.

Die französische Regierung hat derweil eine in Paris geplante Demonstration gegen das islamfeindliche Mohammed-Video aus den Vereinigten Staaten verboten. Es gebe keinen Grund, Konflikte zuzulassen, die mit dem eigenen Land nichts zu tun hätten, sagte Premierminister Jean-Marc Ayrault am Mittwoch in einem Interview des Radiosenders RTL. Der eingereichte Protestantrag für diesen Samstag werde zurückgewiesen.

Am vergangenen Wochenende waren bei einer nicht angemeldeten Demonstration nahe der amerikanischen Botschaft in Paris rund 150 Personen festgenommen worden.

Saudi-Arabien will YouTube-Zugang sperren

König Abdullah von Saudi-Arabien will wegen des Mohammed-Schmähvideos den Zugang zum Internetportal YouTube sperren. Die staatliche Nachrichtenagentur SPA meldete am Dienstagabend, die Regierung habe die Betreiber der Internet-Suchmaschine Google aufgefordert, keine Links zu dem Video auf YouTube mehr anzubieten. Sollte die amerikanische Firma diesem Wunsch nicht entsprechen, werde der Zugang zu YouTube in dem islamischen Königreich komplett blockiert.

Unterdessen hat die katholische Kirche in Deutschland die Muslime aufgefordert, sich deutlich von den jüngsten Ausschreitungen vor allem in der arabischen Welt zu distanzieren. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sagte der „Bild“-Zeitung: „Der Islam muss sich von jeder Form des Fundamentalismus lossagen. Töten im Namen Gottes ist eine Sünde gegen Gott.“

Zugleich distanzierte sich der Erzbischof von dem Schmähvideo über den Propheten Mohammed. Zur Meinungsfreiheit gehöre auch die Achtung vor dem Bekenntnis von anderen: „Meinungsfreiheit bedeutet, die Freiheit des anderen zu respektieren. Dazu gehört auch der Schutz des religiösen Bekenntnisses. Zu häufig -auch bei uns in Deutschland – wird die Schmerzgrenze überschritten.“

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) rief in der Debatte zu Besonnenheit auf. „Ich will dazu aufrufen, dass wir nicht auch noch Öl ins Feuer gießen“, sagte Westerwelle am Mittwoch im ZDF-“Morgenmagazin“. Zwar gelte in Europa die Presse-und Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit sei aber „nicht grenzenlos“.

2 Gedanken zu „Neue Mohammed-Karikaturen: Frankreich schließt Botschaften

  • 20. September 2012 um 07:48
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    bald brennt die welt wegen diesen moslems und dann heisst es immer die wären friedlich so sieht kein frieden aus…

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  • 20. September 2012 um 20:30
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    es gibt im koran über hundert mordaufrufe.von friede kaum eine spur.aber es ist vielleicht gut,das die moslems so „spinnen“.so merken auch die dümmsten nichtmoslems,das islam mit frieden nichts,aber auch gar nichts zu tun hat.den film wird wohl kaum jemand gesehen haben.wissen die überhaupt,wieso sie sich so aufführen???

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