Neue Raketen aus Gaza

Nach fortwährenden Raketenangriffen aus dem Gazastreifen verlegt Israels Armee zusätzliche Truppen an den Rand des Palästinensergebiets. „Wir bewegen Truppen“, bestätigte Armeesprecher Peter Lerner. Es sei auch eine begrenzte Zahl von Reservisten mobilisiert worden. Nach Medienberichten handelt es sich um Fußtruppen und gepanzerte Fahrzeuge. Lerner betonte jedoch mehrfach, Israel sei nicht an einer Offensive im Gazastreifen interessiert. Er rief die im Gazastreifen herrschende Hamas auf, den fortwährenden Raketenbeschuss israelischer Grenzorte zu unterbinden, um eine weitere Eskalation zu verhindern. „Wir streben eine Deeskalation der Lage an, aber wir müssen trotzdem für alles bereit sein“, sagte Lerner.

Palästinenser feuern weiter Raketen nach Südisrael

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Freitag trotz israelischer Warnungen ihre Raketenangriffe fortgesetzt. Am Morgen seien vier Raketen in den Süden Israels abgefeuert worden, teilte die israelische Armee mit.

Ein Geschoss wurde demnach vom Raketenabwehrsystem Eisenkuppel zerstört. Mindestens zwei weitere seien auf freiem Feld eingeschlagen. Die Bewohner der Ortschaften nahe des Gazastreifens wurden aufgefordert, in der Nähe von Schutzräumen zu bleiben. Israels Artillerie griff den Gazastreifen am Freitag an, nachdem vier Raketen und zwei Mörsergranaten im Süden eingeschlagen waren. Im arabischen Ostteil Jerusalems wurde im Beisein Tausender Trauergäste der junge Araber beigesetzt, der mutmaßlich einem Rachemord zum Opfer gefallen war. Hunderte wütende Palästinenser lieferten sich vor und während des Begräbnisses Straßenschlachten mit der Polizei.
Militante Palästinenser feuern Raketen auf Israel

Binnen 24 Stunden hätten militante Palästinenser mehr als 30 Raketen auf Israel abgefeuert. Zwei davon schlugen in Häusern in der Grenzstadt Sderot ein. Auch Hamas-Kämpfer seien an einigen der Angriffe beteiligt gewesen, sagte Lerner. Dies sei ein Bruch der Waffenruhe-Vereinbarungen, die Israel und die Hamas nach dem letzten großen Schlagabtausch im Gazastreifen im November 2012 unter ägyptischer Vermittlung getroffen hatten.

Hamas bekannte sich allerdings nicht zu den Raketenangriffen. Auch von israelischer Seite gab es schon zahlreiche Verstöße gegen die Vereinbarung. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hatte nach dem Mord an drei jüdischen Jugendlichen eine breite Militäroffensive im Gazastreifen gefordert. Andere Minister warnten jedoch vor einem solchen Einsatz.

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