Geschrieben am 5. September 2011 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Israel, Türkei,
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Neuer Zwist zwischen Israel und Türkei

Die Spannungen zwischen Israel und der Türkei verschärfen sich weiter. Rund 40 israelische Flugpassagiere sind am Montag nach Angaben des Außenministeriums in Jerusalem bei der Ankunft in Istanbul länger festgehalten worden. Außenamtssprecher Yigal Palmor sagte, die Passagiere seien ohne Angabe von Gründen in einen Seitenraum geführt worden. Dort habe man ihnen die Pässe abgenommen. Nach etwa eineinhalb Stunden habe man sie gehen lassen und ihnen die Personaldokumente zurückgegeben. „Das ist sehr ungewöhnlich“, sagte Palmor über den Vorfall. Nach israelischen Medienberichten waren die Israelis, überwiegend Geschäftsleute, mit einer Maschine der türkischen Fluggesellschaft „Turkish Airlines“ angekommen.

Nach der Herabstufung der diplomatischen Beziehungen und der Aussetzung der bilateralen Militärabkommen durch Ankara hatte der türkische Staatspräsident Abdullah Gül Israel am Freitag weitere Schritte angedroht. Die Türkei zog damit die Konsequenzen aus dem blutigen israelischen Militärangriff auf eine Gaza-Hilfsflotte. Bei der Kommandoaktion der israelischen Eliteeinheit „Shayetet 13“ in internationalen Gewässern waren im Mai 2010 acht türkische Palästina-Solidaritätsaktivisten und ein türkisch-amerikanischer Doppelstaatsbürger an Bord des Schiffes „Mavi Marmara“ getötet worden. Die israelische Regierung sprach von einem „Akt der Selbstverteidigung“, weil Aktivisten die Soldaten hart angegriffen hätten. Israel lehnte eine Entschuldigung ab.

In einem UNO-Bericht wird die israelische Seeblockade vor der Küste des Gazastreifens als rechtmäßig eingestuft, doch wird Israel exzessive Gewalt bei der Militäroperation angekreidet.

Wir möchten nicht einseitig berichten. Dies dürfte eine türkische Retourkutsche sein. Gestern Abend wurden am israelischen Flughafen Ben Gurion speziell türkische Touristen herausgepickt, und besonders gründlich (bis auf die Unterhosen von Frauen) untersucht. Diese Spezialbehandlung wurde in und um Jerusalems Touristenattraktionen fortgesetzt.

Die Maßnahme gegenüber israel. Passagieren in Istanbul dürfte daher lediglich als Reziprozität verstanden werden. Zumal das türkische Außenamt immer betont hat, dass die (Straf)maßnahmen sich NUR gegen die israel. Regierung richten und nicht gegen das israelische Volk.

2 Comments

  1. adlernest

    5. September 2011 @ 17:29

    Gezielter und schlauer Schachzug der Türken. Das zionistische Regime versucht aktuell mit aller Kraft und List, die Völkergemeinschaft von der Akzeptanz eines berechtigten Staates Palästina zu hindern. Die Türkei entzieht durch diesen „diplomatischen Eklat“ den Zionisten wertvolle Medienpräzens und rückt sie in das Licht eines terroristischen Schurkenstaates, wo es definitiv hingehört.

    Ausserdem haben die Zionisten kein Patent auf gezielte Schickanierung von Einreisenden an Flughäfen. Von daher lassen die Türken den Israelis nur ihre eigene Medizin schmecken. Ich wäre sogar dafür Sport-Mannschaften/Musik-Gruppen etc. aus Israel von allen internationalen Ereignissen auszuschließen, solange sie die Besatzung nicht aufgeben, weiter illegal siedeln und das Rückkehrrecht der Palästinenser nicht akzeptieren.

  2. Bubu

    6. September 2011 @ 00:27

    „Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg“, sagte Göring achselzuckend. „Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. … das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“

    von Herman Göring

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    Ist doch immer das selbe… der kleine Türke will keinen Krieg, der kleine Jude will keinen Krieg, die kleinen Libyer und alle anderen kleine Leute auf der Welt wollen keine Kriege. Von Gier und Hass zerfressene Menschen wollen Krieg…

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