Geschrieben am 31. Juli 2011 von Michael abgelegt in der Kategorie USA,
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Noch immer kein Durchbruch Einigung im US-Finanzstreit

Zwar gibt es immer noch keine Einigung im US-Finanzdrama. Doch langsam breitet sich Zuversicht aus. Denn nun scheint ein Kompromiss in Reichweite zu rücken. Allerdings sitzt die Zeit den Parteien im Nacken.

Der demokratische Fraktionschef im Senat, Harry Reid, sagte am späten Samstagabend, Demokraten und Republikaner hätten zwar in vielen Fragen Einigkeit erreicht. Allerdings seien noch „eine Strecke zurückzulegen“. Die Abstimmung im US-Senat über  einen Kompromissvorschlag der Demokraten im Haushaltsstreit sei verschoben worden, hieß es weiter. Nachdem ursprünglich eine Abstimmung in der  Nacht geplant war, wurde diese nun auf Sonntag (19 Uhr MESZ) vertagt.

Reid fügte hinzu, dass die Verhandlungen jetzt in die entscheidende Phase getreten seien. Man brauche Zeit. Er sei allerdings zuversichtlich, dass eine langfristige Lösung gefunden werden kann. Allerdings nannte er keinen Informationen zu Einzelheiten. An den Gesprächen zur Krisenlösung war erstmals seit Tagen auch wieder Präsident Barack Obama beteiligt.

Am Samstag rief Obama erneut zum Kompromiss auf. „Die Parteien liegen nicht so weit auseinander“, so der US-Präsident in seiner traditionellen Wochenendbotschaft. „Es gibt viele Wege aus diesem Schlamassel… Aber die Zeit ist sehr knapp.“ Zwar berichten US-Medien, beide Seiten näherten sich in der Frage der notwendigen Einsparungen immer mehr an. Doch es sei weiterhin unklar, wie weit das Schuldenlimit von derzeit 14,3 Billionen Dollar (zehn Billionen Euro) erhöht werden solle.

1 Kommentar

  1. Stefan Wehmeier

    31. Juli 2011 @ 12:14

    „Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.“

    (Profile der Zukunft – Über die Grenzen des Möglichen)

    Das bezieht sich nicht etwa auf die ferne Zukunft, sondern wäre sogar schon vor der Geburt von Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008) zu verwirklichen gewesen! Politik und Wirtschaft sind – wie gesagt – Kinderkram, und allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden sind selbstverständlich. Vor der Beendigung der „Finanzkrise“ (korrekt: globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) steht die Überwindung der Religion:

    „Man bedenke, es handelt sich nur um einen Roman. Die Wahrheit wird – wie stets – weit erstaunlicher sein.“

    (Vorwort zu „2001“)

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
    http://www.deweles.de/willkommen.html

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