Ohrfeige an Israel: Darlehen aus Saudi-Arabien für Libanons Armee

Saudi-Arabien unterstützt die libanesischen Streitkräfte mit einem Darlehen in Höhe von drei Milliarden Dollar. Diese überraschende Nachricht gab der Präsident des Libanons, Michel Suleiman, in einer Fernsehansprache an die Nation bekannt. Dies werde es ermöglichen, dass die Armee „moderne Waffen anschafft, den Terrorismus bekämpft und die Bürger des Landes schützt“. Nähere Details zum Abkommen nannte er nicht. Es ist die größte Finanzspritze für die Truppen in der Geschichte des kleinen arabischen Mittelmeerlandes.

Suleiman betonte, der Libanon werde „von konfessionellen Konflikten und Extremismus“ bedroht. Die Armee zu stärken sei deshalb eine weit verbreitete Forderung. Er hoffe, dass Frankreich seinen Part schnell erfülle.

Dessen Präsident Francois Hollande ist derzeit zu Besuch beim saudischen König Abdullah in Riad. Hollande sagte, sollte er gefragt werden, werde er Waffen liefern.
Syrischer Bürgerkrieg betrifft auch Libanon

Der Libanon kämpft mit den Folgen des Bürgerkriegs im Nachbarland Syrien. Dieser Konflikt hat die libanesische Gesellschaft entlang der Glaubenslinien tief gespalten und die Regierung gelähmt. Einige Beobachter befürchten, dass der religiöse Konflikt in dem Land, in dem 1990 ein blutiger Bürgerkrieg nach 15 Jahren endete, wieder offen ausbrechen könnte. In Beirut gab es in diesem Jahr viele Bombenanschläge.

Auch die Verwicklung der libanesischen Hisbollah-Miliz in den syrischen Bürgerkrieg als Verbündete von Syriens Präsident Baschar al-Assad zieht das Land immer stärker in Mitleidenschaft. Erst am Freitag war in Beirut der prominente Kritiker der Hisbollah und der Assad-Regierung Mohammed Schattah bei einem Bombenanschlag getötet worden. Er wurde heute beigesetzt.

Saudi-Arabien ist mit dem syrischen Regime verfeindet und unterstützt im syrischen Bürgerkrieg die Aufständischen. Zudem versucht das ölreiche Golf-Königreich den Einfluss des Irans in der Region einzudämmen, der wiederum die Hisbollah im Libanon unterstützt.

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