Geschrieben am 27. Mai 2012 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Deutschland, Islam, Salafisten,
Kommentare (0)

Polizeikommissar als Salafist enttarnt

Ein Essener Polizist (31) mit Zugriff auf Geheimpapiere des Verfassungsschutzes in NRW wurde als mutmaßlicher Salafist enttarnt!

Laut der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (WAZ) soll er 2009 ein halbes Jahr lang in einer Observationsgruppe gearbeitet haben, die Extremisten überwachen sollte.

Diese Gruppe habe auch radikalislamische Salafisten beobachtet, bestätigen Sicherheitskreise.

Der Polizeikommissar ausländischer Herkunft wurde inzwischen vom Dienst suspendiert. Gegen ihn läuft ein Disziplinarverfahren mit dem Ziel, ihn aus dem Staatsdienst zu entlassen.

Der Beamte war durch Aktivitäten für die Islamisten aufgefallen. So soll er Info-Stände für salafistische Vereine angemeldet und sich an deren Koran-Verteilaktionen beteiligt haben.

Zu dieser Zeit war er nicht mehr für den Verfassungsschutz tätig, hatte dem Zeitungsbericht zufolge aber Zugriff auf vertrauliche Dokumente.

Das Innenministerium prüft jetzt, ob diese Kenntnisse Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit haben. Im Ministerium werde von einem „ernsten Fall” gesprochen, so die WAZ. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen gibt es bisher aber keine Hinweise, dass der Polizist an Unterlagen mit hoher Sicherheitsrelevanz gelangt ist.

Vor seinem Einsatz für den Verfassungsschutz hatte der Polizeibeamte eine Sicherheitsprüfung durchlaufen. Dabei habe er sich als gläubiger Muslim bezeichnet, extremistische Tendenzen seien damals aber nicht zu erkennen gewesen, heißt es.

„Extremisten, die unsere Demokratie bekämpfen, haben bei Polizei und Verfassungsschutz nichts verloren”, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) der WAZ. „Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wird er gefeuert.”

 

Keine Kommentare

Leave a comment

Login