„Pro-Deutschland“ plant Aufführung in Berlin

Die rechte Splitterpartei „Pro Deutschland“ will den Film „Die Unschuld der Muslime“ in Berlin zeigen – in voller Länge. Innenminister Friedrich will das unbedingt verhindern – der Film hatte eine Gewaltwelle ausgelöst. Auch der Angriff auf die deutsche Botschaft im Sudan war laut Medienberichten eine Vergeltung für eine Aktion von „Pro Deutschland“.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat angekündigt, „mit allen rechtlich zulässigen Mitteln“ gegen die geplante Vorführung des islamfeindlichen Films „Die Unschuld der Muslime“ in Deutschland vorzugehen. Gegenüber dem „Spiegel“ kritisierte Friedrich die Ankündigung von „Pro Deutschland“, den Film in Berlin zu zeigen. Die rechte Gruppierung wolle damit die Islamisten in Deutschland provozieren und „grob fahrlässig Öl ins Feuer gießen“, sagte der Innenminister.

„Pro Deutschland“-Chef Manfred Rouhs beharrte gegenüber dem „Spiegel“ darauf, den umstrittenen Film in voller Länge zu zeigen. Dabei gehe es der Gruppierung „um die Kunst-und Meinungsfreiheit“.

Einladung an radikalen US-Prediger „Friedrich verkennt Ursache und Wirkung“, schreibt Rouhs auf der Internetseite der rechtspopulistischen Splitterpartei. Schuld am Konflikt sei „eine gewaltbereite Minderheit unter den Muslimen“, „Pro Deutschland“ wolle den Film jetzt zeigen, „um eine Diskussion möglich zu machen“. Auf der Internetseite der Gruppe war vor zwei Tagen der Trailer für den umstrittenen Film aufgetaucht. Ein Termin für die geplante Aufführung steht noch nicht fest.

Auch die nächsten Provokationen plant „Pro Deutschland“ bereits. So spielt die rechte Gruppierung mit dem Gedanken, den umstrittenen US-Prediger Terry Jones nach Deutschland einzuladen. Der evangelikale Pastor war 2010 in die Schlagzeilen geraten, weil er in Florida öffentlich Korane verbrennen lassen wollte. Wegen Protesten sagte er den „International Burn a Koran Day“ jedoch ab.

Angriff auf Botschaft als Vergeltung Mit den Aktionen könnte „Pro Deutschland“ weiteren Zorn in islamischen Ländern auf Deutschland lenken. So berichtete der „Spiegel“, bereits der Angriff auf die deutsche Botschaft im Sudan war möglicherweise eine Vergeltungsaktion dafür, dass Pro Deutschland auf einer Demonstration in Berlin Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte.

Bereits Anfang September hätten radikale Prediger in Khartum auf die Demonstration der rechtspopulistischen Splitterpartei „Pro Deutschland“ hingewiesen, berichtet das Magazin. Mitte August hatte „Pro Deutschland“ in Berlin vor drei muslimischen Gotteshäusern Mohammed-Karikaturen in die Höhe gehalten und Schilder mit durchgestrichenen Moscheen gezeigt. Im Sudan stürmten am Freitag tausende Demonstranten die deutsche Botschaft, die teilweise in Flammen aufging.

Obama befürchtet „anhaltende Krise“ Seit Dienstag gibt es in zahlreichen muslimischen Ländern gewalttätige Proteste gegen den islamfeindlichen Film. Bei einem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi am Dienstag starben der US-Botschafter und drei Mitarbeiter sowie mehrere libysche Sicherheitsleute. Am Freitag wurden bei Protesten in Ägypten, Tunesien, dem Libanon und dem Sudan sowie weiteren Ländern mehrere Menschen getötet.

Angesichts der anhaltenden Gewalt rechnet auch US-Präsident Barack Obama nicht mit einer Beruhigung der Lage im Nahen Osten. Das Weiße Haus gehe laut „New York Times“ davon aus, dass die gewaltsamen Proteste zu einer „anhaltenden Krise mit unvorhersehbaren diplomatischen und politischen Konsequenzen“ führen könnten. Eine Folge könnte sein, dass die USA ihre diplomatische Präsenz in der Region vermindern.

3 Gedanken zu „„Pro-Deutschland“ plant Aufführung in Berlin

  • 16. September 2012 um 19:13
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    Scheiss Pro Deutschland. DRECKS VEREIN.

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  • 17. September 2012 um 06:24
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    Der Pastor soll einreisen dürfen. Die Politik in Deutschland fuckt echt ab…

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