Putin warnt Türkei mit Einsatz von Atomwaffen

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Die angekündigte Syrien-Invasion durch Truppen der Türkei, Saudi-Arabiens und verbündeter Staaten zieht den Zorn des Kremls nach sich. Angeblich warnte Putin gar mit dem Einsatz taktischer Nuklearwaffen, sollten diese Länder in Syrien einmarschieren.

Der investigative US-Journalist Robert Parry schrieb in einem Artikel unter Berufung auf eine Quelle aus dem nahen Umfeld von Präsident Putin, dass dieser die Türkei und deren Verbündeten davor warnte, mit Bodentruppen in Syrien einzufallen. Russland werde einen solchen aggressiven Akt mit dem Einsatz taktischer Nuklearwaffen beantworten. Angesichts dessen, dass Parry unter anderem durch seine Berichte im Iran-Contra-Skandal mehrfach ausgezeichnet wurde und seine Artikel stets als verlässlich gelten, darf man diese Warnung – auch wenn sie offenbar nur auf höchster diplomatischer Ebene ausgesprochen wurde – durchaus ernst nehmen.

Perry schrieb: „Wenn die Türkei (mit hunderttausenden Soldaten nahe der syrischen Grenze stationiert) und Saudi-Arabien (mit dessen hochentwickelter Luftwaffe) der Bedrohung folgt und militärisch interveniert um deren Rebellen-Kunden vor einer machtvollen russisch unterstützten Offensive der syrischen Regierung zu schützen, welche die Al-Nusra Front der Al-Quaida inkludiert, dann muss Russland entscheiden was zum Schutz der eigenen etwa 20.000 Militärangehörigen in Syrien zu tun ist“.

Er ergänzte: „Eine Quelle aus dem nahen Umfeld von Russlands Präsident Wladimir Putin erzählte mir, dass die Russen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan davor warnten, dass Moskau zum Einsatz taktischer Nuklearwaffen bereit sei, sollte dies angesichts eines türkisch-saudischen Angriffs zum Schutz der eigenen Truppen notwendig sein. Seit die Türkei ein Mitglied der NATO ist, kann jeder Konflikt wie dieser schnell zu einer ausgewachsenen nuklearen Konfrontation eskalieren“.

Russland gilt als wichtigster Partner der Regierung von Präsident Baschar al-Assad im Kampf gegen islamistische Terrorgruppierungen wie den „Islamischen Staat“, die „al-Nusra Front“ und andere Milizen. Moskau sieht sich auch als Schutzmacht Syriens und bekämpft mittels der eigenen Luftwaffe unter Koordinierung mit der syrischen Aufklärung wichtige Ziele der Terrorgruppen.

Taktische Nuklearwaffen sind dafür ausgelegt um auch auf Schlachtfeldern eingesetzt zu werden, da deren Zerstörungskraft nicht an die strategischen Nuklearwaffen heranreicht, mit denen man ganze Städte ausradieren kann und deren tödliche Strahlen einen weiten Umkreis radioaktiv verseucht. Sie gelten als äußerst effektiv, die Kampfkraft feindlicher Streitkräfte zu brechen, da die regionale Strahlenverseuchung ein Vorrücken erschwert.

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