Robert-Koch-Institut erklärt Ende der EHEC-Epidemie

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärt den Ausbruch der gefährlichen EHEC-Seuche in Deutschland für beendet. Demnach sei zuletzt vor drei Wochen eine EHEC-Erkrankung gemeldet worden, so das Institut in Berlin.

Dabei seien die Inkubationszeit, die Zeit für eine Diagnose sowie für die Übermittlung des Falls berücksichtigt worden, hieß es weiter. Nach Angaben des RKI starben 50 Patienten in Folge ihrer EHEC- oder HUS-Erkrankung. Allerdings will das Institut den EHEC-Erreger O104:H4 und etwaige Erkrankungen weiterhin intensiv überwachen. Im Juni hatten die Behörden zum Schutz vor der Durchfallerkrankung vor dem Verzehr von ungekochten Sprossen und Keimlingen aus Saatgut gewarnt. Allerdings gilt diese Vorsichtsmaßnahme seit voriger Woche nur noch für Bockshornkleesamen. Nach Angaben des RKI gilt Importware dieser Samen aus Ägypten als wahrscheinliche Ursache der Epidemie.

Derzeit gehen die Forscher davon aus, dass es wegen der erhöhten Aufmerksamkeit für EHEC und HUS in Zukunft mehr Meldungen über entsprechende Infektionen geben wird als zuvor. Allerdings seien Einzelfälle der Krankheit auch nach Ausbruchsende möglich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *