Geschrieben am 30. Mai 2011 von kewil abgelegt in der Kategorie Deutschland,
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Rote SA stürmt Sarrazin-Lesung in Aachen

Rote SA stürmt Sarrazin-Lesung in AachenAm Abend des 25. Mai 2011 reiht sich endlich auch die Stadt Aachen ein in die Liste derjenigen Städte, die sich eines Besuches durch Dr. Thilo Sarrazin rühmen dürfen. Eingeladen zu der Lesung hatte mit Unterstützung des Clubs Aachener Casino die Mayersche Buchhandlung in der Buchkremerstraße.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung setzten linksextreme und verfassungsfeindliche Gruppierungen (Die LINKE, linksjugend [`solid], Antifa AK Cologne, Antifaschistische Aktion Aachen, SAV und einige mehr) auf Einschüchterung der Buchhandlung und Boykottaufrufe. Neben dem Verfassen offener Hetzschriften Briefe (hier und hier) wurden auch Flyer direkt vor der Buchhandlung in den Tagen vor der Veranstaltung verteilt.

Die Veranstaltung, die im „Forum M“ der Buchhandlung im 4. Obergeschoss mit gut 300 zur Verfügung stehenden Plätzen stattfand, war bereits mehr als eine Woche vorher komplett ausverkauft.

An diesem warmen Maiabend haben die „Rothemden“ in bunter Bekleidung und außergewöhnlichen Kopfbiotopen schon kurz nach ihrem Frühstück gegen 19 Uhr vor der Buchhandlung Stellung bezogen.

Bei der Sondierung der Umgebung kamen wir allerdings recht schnell zu der Erkenntnis, dass das Fotografieren und Filmen innerhalb der Einschüchterungszone nicht ungestraft möglich war, da wir massiv belästigt und beleidigt wurden. Als Angreifer_Innen nach unseren Kameras schlugen, räumten wir das Feld. Von der Polizei wurde uns bestätigt, dass es absolut erlaubt sei, Fotos zu machen.

Besonders betroffen gemacht hat uns der Aufruf, die Buchhandlung zu boykottieren. Erinnerungen an längst überwunden geglaubte Zeiten werden wach. „Kauft nicht bei Juden!“ – die ekelhafte Fratze der Links-Faschisten in Reinform.

Als Dr. Sarrazins Wagen ankam, stürmten Feinde der Meinungsfreiheit auf den Eingang der Bücherei zu und schafften es, in die Passage des Haupteingangs einzudringen und kleine Schmierzettel überall auf dem Boden zu verteilen.

Mit dabei war bereits der Schwarze Block, eine militante und gewalttätige Abteilung der Linksextremisten. Ein zweites, mit Countdown angekündigtes Anrennen auf die Besucher der Lesung konnte die Polizei nur unter Einsatz von Reizgas abwehren.

Aus dem Inneren der Bücherei, das die Angreifer vermutlich zum ersten Mal zu sehen bekamen, wurden sie mit „Nazis raus“- und „Kommunisten raus“- Rufen hinausbegleitet.

Vom Forum im 4. Stock der Mayerschen Buchhandlung konnte man sich einen guten Überblick über den Aufmarsch verschaffen. Eine Aktivistin der Roten SA war oben auch mit von der Partie.

Diese meldete sich später bei der Fragerunde zu Wort, um den bis dato von den Anwesenden bei den Fragen ignorierten Aufmarsch der Linksradikalen zu erwähnen, damit wir auch ja alle aufmerksam auf den heroischen und einsamen Kampf der „Anti“Faschisten gegen die sonst so drückende Mehrheit werden.

Ein sichtlich nervöser und um das Wohlergehen der Besucher besorgter Geschäftführer, Herr Falter, hielt ein erstaunlich leidenschaftliches und kraftvolles Plädoyer für die Meinungsfreiheit. Unter Beifall überließ er Dr. Thilo Sarrazin das Feld.

Der Moderator des Abends, Herr Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur der Aachener Zeitung und der Aachener Nachrichten, sagte zur Verwunderung der Anwesenden kurzerhand die Lesung ab und eröffnete den Zuhörern, dass er aufgrund des zwischenzeitlichen Bekanntheitsgrades eines weiten Teils der im Buch dargestellten Zusammenhänge direkt in den Diskurs mit Dr. Sarrazin einzutreten gedenke und danach das Publikum dran sei. Zu Anfang war der betont aggressive Fragestil noch sehr interessant, da so zunächst ein regelrechter Schlagabtausch um die Thesen des Buches „Deutschland schafft sich ab“ erwartet werden konnte. Nach einigen Minuten der Fragen und Antworten jedoch wurde immer klarer, dass der Moderationsstil Mathieus nicht einmal mehr als unhöflich bezeichnet werden konnte. Sein Fragestil ließ sich bald eher als impertinent, engstirnig und unverschämt bezeichnen.

Mit jeder Frage, die Thilo Sarrazin mit seiner Gelassenheit locker abschmetterte, bekam der „Moderator“ einen immer roteren Kopf. Sarrazin wehrte sich stoisch, konterte die tendenziösen Fragestellungen mit aus dem Zusammenhang gerissenen Sätzen aus seinem Buch geschickt und warf „den Medien“ eine zu 70% gleichgeschaltete Berichterstellung vor. Irgendwann platzte auch einem Mann in der dritten Reihe des Publikums der Kragen und er fragte, warum der Mathieu so viel rede. Wir hätten schließlich nicht bezahlt, um einen Vertreter der Mainstreammedien zu hören – das hätten wir ohnehin ständig über uns ergehen zu lassen -, sondern um uns die differenzierte Sichtweise Sarrazins anzuhören. Johlender Beifall und danach Buh-Rufe gegen den „Moderator“, als er stammelnd zu widersprechen versuchte. Zahlreiche Stimmen wurden laut, er möge doch den Saal verlassen und uns mit seinem ständigen Dazwischenreden und seinem „Ja, ja, du mich auch“-Stil gegenüber dem Referenten in Frieden lassen. Dr. Sarrazin setzte einen nach und forderte klipp und klar, dass er als Buchautor bei einer LESUNG das Recht habe, Fragen zu seinem Buch gestellt zu bekommen und nicht am laufenden Bande leicht durchschaubare Fangfragen, die nur dem Zweck dienen sollten, endlich mal einen Rassisten aus ihm zu machen. So ging der Wettstreit am Ende des Diskurses eindeutig an Sarrazin, was durch den immer wieder aufbrandenden Zwischenapplaus der Zuhörer unterstrichen wurde.

Aber es gab ja noch einen zweiten Teil des Abends und damit auch noch eine zweite Gelegenheit für Mathieu, den Zug wieder auf das aus seiner Sicht richtige Gleis zu stellen. Er war unzufrieden, dass die ersten drei Publikumsfragen Herrn Dr. Sarrazin gegenüber sehr freundlich gesonnen waren. Es wurde nach einer wählbaren Alternative und nach ihm als Führungsfigur gefragt. Daher meinte Mathieu, man müsse das jetzt mal anders machen, schnappte sich kurzerhand das Mikrofon und stieg vom Podium mit der Äußerung, sein Verlassen des Platzes neben Sarrazin sei ihm (Sarrazin) wahrscheinlich sowieso lieber und suchte die Fragesteller einfach selbst aus. Und „simsalabim“ waren die nächsten sage und schreibe VIER Fragen alle kritisch bis offen feindselig gegenüber Dr. Sarrazin. Wenn das nicht abgesprochen war, wissen wir auch nicht mit unserer Mathematik weiter. In einem Saal, in dem ca. 15 von etwa 300 Leuten durch Unmutsäußerungen sichtlich gegen Thilo Sarrazin waren, sind auf Anhieb unverdächtig gleich 4 am Stück drangekommen? Die Wortmeldungen konfrontierten Dr. Sarrazin mit der „russischen Mathematik“ (Sarrazin) von Naika Foroutan und einer KAS-Studie. Diese Studien wurden als hinreichend erachtet, Dr. Sarrazin zu widerlegen. Jedenfalls ließ die aggressive Art, wie er bei den „Fragen“ angegangen wurde, darauf schließen, dass diese Spezies, die Wahrheit mit Löffeln gefressen haben muss. Nach einem kläglich weitschweifigen und von den Menschen verspotteten Versuch, dem Ganzen doch etwas Braunes zu entlocken, verabschiedete sich auch der letzte „Bewahrer gegen die braune Soße“ in der Versenkung der Ächtung.

Dr. Thilo Sarrazin wurde unter tosendem Beifall und standing ovations nach zwei erfrischenden Stunden gelebter Demokratie in die Signierstunde verabschiedet.

Später saß er auf ein Bier und Gesprächen mit den Menschen an der stilvollen Theke der Mayerschen. Die Mayersche Angestellten waren alle freundlich und winkten ab, als wir uns bei ihnen für ihren Beitrag zur Meinungsfreiheit trotz der Boykottaufrufe bedankten. Ein Verantwortlicher meinte, da draußen hätten sie keinen ihrer Kunden gesehen, die wären alle hier oben gewesen! Wie wahr, wie wahr, nur das wir nicht mehr Kunden, sondern Stammkunden geworden sind. Mut muss belohnt werden!

» Dankschreiben an: [email protected]

» „Moderator“ Mathieu: [email protected]

Medienberichte zur Veranstaltung:

» Die Aachener Nachrichten berichten mit Video – tendenziös.

» Die Aachener Zeitung berichtete erstaunlich differenziert.

Da die Leser hinreichend mit Thilo Sarrazins Thesen vertraut sind, haben wir uns erlaubt, den „erlebnisorientierten“ Teil voranzustellen. Hier folgen nun ein kurzer Abriss der Inhalte und einige starke Sprüche in Stichworten:

– Er ziehe nichts zurück. Leute, die wie Fähnchen im Wind wären, und aus Opportunismus, das, was ist, nicht sagten, betrieben „gedankliche Philisterei/Spießerei“.

– Meinungsschaffende in den Redaktionsstuben, die von seinen Ideen wenig Ahnung haben und sonst nicht wissen, wie sie ihn belangen sollten, die würden ihm die Titel „Provokateur“ und „scharfe Sprache“ anhängen, um wenigstens etwas bemängeln zu können.

– Er habe Erfolg mit seinem Buch, obwohl er nach Behauptung von Mathieu nichts Neues gesagt hätte, weil er sich NICHT abstrakt ausdrückte, sondern klar und vernünftig. Nur so könnten Bürger überzeugt werden. Und um die und nicht um die Parteifreunde ginge es.

– Er betonte, dass soziale Verwahrlosung nichts aber auch gar nichts mit Geld zu tun habe, sondern mit dem Verhalten der zum Teil kulturfernen Erziehungsberechtigten. Die Chancenungleichheit rühre daher.

– Zur zwangsläufigen Frage der „Migranten“: Sarrazin schüttelte den Kopf und betonte, dass man „Migranten“ nicht einfach diskriminierend alle in einen Topf werfen dürfe wie das in Deutschland geschähe. Er benannte klar die Immigranten aus Afrika, Nah- und Mittelost und der Türkei als die Problemgruppen. Auf die Schuldfrage hin angesprochen, gab er die zwei Hauptverantwortlichen an: 1) die Rahmenbedingungen des Sozialsystems, 2) die Zuwanderungspolitik. Diese Menschen nutzten einfach die Schwächen unseres Systems aus. Würden wir unser Sozialsystem geeignet verändern, wie er es in seinem Buch vorstellt, so würden Arabisch und Türkisch von alleine nach und nach immer seltener auf den Straßen zu hören sein. Dann würden wir automatisch die Integration erhalten.

– Dann stellte er erneut sein Workfare-Konzept zu Hartz IV Empfängern vor. Dies würde zumindest gegen Langschläfer und Schwarzarbeit ankommen. Arbeit müsse sich auch wieder lohnen.

– Die „Tafel“ hält er für ungeeignet, da dort Eltern, die zu faul zum Kochen sind, hingingen, um das Geld für Zigaretten und Unterhaltungselektronik zu sparen.

– Eine nette Anekdote: Auf die Frage, was er denn für den Sozialstaat getan/gespendet hätte von seinem Erlös, antwortete Thilo Sarrazin ganz trocken: „47.5 %“…in Form von Einkommenssteuer zur Alimentierung von Hartz IV-Empfängern. Punkt!

– Strukturproblem der Politik: Man habe das Amt wegen des Amtes willen und sähe das nicht als Werkzeug, etwas zu bewegen, an.

– Wie eine neue Partei mit seinen Themen bestehen könne: langer Atem, ohne dabei Erfolg zu haben, das schaffe Respekt. Und damit Glaubwürdigkeit. Siehe die Grünen mit ihrer 35-jährigen Puste. Man dürfe nicht Themen anderer Parteien nehmen. Man habe aber eine Chance, wenn die Deutschen das Problem erkannten. Dann käme die Lösung von selbst.

– Er ist GEGEN die voreilige Atomkraftwerksabschaltung.

Wenn man ihm zuhört und die Kernthemen der FREIHEIT kennt, so wird einem schnell klar, dass dies klar die so sehr von den Menschen geforderte SARRAZIN-Partei ist!

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