Strauss-Kahns Anwälte sehen einer möglichen Zivilklage gelassen entgegen

Die Klage gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, hat nun ein New Yorker Richter wegen versuchter Vergewaltigung fallen gelassen. Damit schloss man sich der Empfehlung der New Yorker Staatsanwaltschaft an, die die Einstellung des Verfahrens beantragt hatte. Sie hatte das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Hauptzeugin verloren.

Nach der Einstellung des Strafverfahrens vom Dienstag sehen die Anwälte des Franzosen einer Zivilklage gelassen entgegen. Strauss-Kahns Anwalt Benjamin Brafman sagte am Mittwoch der französischen Zeitung „Aujourd’hui en France/Le Parisien“, man habe „keinerlei Absicht“, der Klägerin Nafissatou Diallo Geld zu zahlen. Die Zivilklage werde wie das Strafverfahren „in sich zusammenfallen“. Diallo habe „keinen Schaden erlitten“, sein Mandant sei „unschuldig“.

Mitte Mai war der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds kurz vor seinem Abflug nach Frankreich in New York am Flughafen festgenommen worden. Das Zimmermädchen aus einem New Yorker Luxushotel warf ihm vor, sie in einer Suite des Hotels unter anderem zum Oralsex gezwungen zu haben.

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