Geschrieben am 5. März 2013 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Deutschland, Israel, Türkei, Zionismus,
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Streit zwischen Israel und Türkei erreicht Deutschland

Der Streit zwischen Israel und der Türkei wird jetzt auch im Bundestag ausgetragen. Nach den antizionistischen Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan boykottiert Israels Botschafter in Deutschland eine gemeinsame Veranstaltung.

Der Streit über die antizionistischen Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan ist jetzt auch Thema im Deutschen Bundestag. Der israelische Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, sagte aus Protest eine für Dienstag geplante Veranstaltung mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Türkei, Bülent Arinc, ab.

Bei der Veranstaltung des „Inter Dialog Institute“ sollte über den Dialog der Religionen diskutiert werden. Er habe gehofft, an der Veranstaltung im Bundestag teilzunehmen, insbesondere weil Dialog zur Völkerverständigung beitrage, sagte Hadas-Handelsman am Montagabend.

„Sehe mich gezwungen, Teilnahme abzusagen“

Wegen der Bedeutung dieser Veranstaltung habe er erwartet, dass der türkische Ministerpräsident seine jüngsten Äußerungen über den Zionismus zurücknehmen würde. „Da dies nicht geschehen ist, sehe ich mich gezwungen, meine Teilnahme an der Veranstaltung abzusagen. Erdogans Aussagen widersprechen dem eigentlichen Sinn eines Dialoges“, sagte Hadas-Handelsman.

Hintergrund für die Absage sind die Äußerungen Erdogans auf einer UN-Konferenz in Wien vergangene Woche. Dort hatte Erdogan die jüdische Bewegung des Zionismus als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet.

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