Geschrieben am 11. Februar 2014 von Redaktion abgelegt in der Kategorie Israel, Türkei,
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Türkei bestätigt Annäherung an Israel

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu hat Presseberichte bestätigt, wonach sich die Türkei und Israel im Streit über die Entschädigung für die Erstürmung des Gaza-Hilfsschiffs „Mavi Marmara“ deutlich angenähert haben. Beide Seiten seien dabei, ein Entschädigungsabkommen fertigzustellen, sagte Davutoglu im türkischen Fernsehen.

In der vergangenen Woche hatte die israelische Zeitung „Haaretz“ gemeldet, dass Israel bereit sei, die Angehörigen jener acht türkischen Aktivisten und eines türkischstämmigen Amerikaners mit 20 Millionen Dollar zu entschädigen, die der Erstürmung des türkischen Gaza-Hilfsschiffs „Mavi Marmara“ durch die israelische Armee Ende Mai 2010 ums Leben gekommen waren. Nach dem offiziell unbestätigten Zeitungsbericht verlangte die türkische Regierung ursprünglich eine Entschädigung von 30 Millionen Dollar, während Israel bisher nur 15 Millionen Dollar zahlen wollte.

„Erheblicher Fortschritt“

Der türkische Außenminister nannte jetzt keine Summe, sagte aber, dass sich beide Seiten in dem Streit aufeinander zu bewegten. Er sprach in dem Interview von einem „erheblichen Fortschritt“ in den seit April 2013 laufenden Verhandlungen; erst in der vergangenen Woche war angeblich wieder eine türkische Verhandlungsdelegation in Israel. Davutoglu wollte sich aber nicht drauf festlegen, wann mit einem endgültigen Abkommen zu rechnen ist und beide Staaten wieder Botschafter austauschen.

Die israelische Zeitung „Maariv“ zitierte am Montag einen ungenannten israelischen Regierungsvertreter, der die Hoffnung äußerte, dass das noch in diesem Monat der Fall sein werde. Israel verlangt, dass die Türkei die Gerichtsverfahren gegen mehrere israelische Militärs einstellt, die an der Militäraktion vor knapp vier Jahren beteiligt waren. Die Türkei hatte zudem eine Lockerung der israelischen Blockade des Gazastreifens gefordert.

Der Streit über die „Marvi Marmara“ hatte das Verhältnis der beiden Staaten stark beeinträchtigt. Der amerikanische Präsident Barack Obama musste im vergangenen März eingreifen, damit der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die Militäraktion um Entschuldigung bat. Danach erklärte sich auch der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan bereit, sich wieder mit Israel zu versöhnen und die früher sehr engen Beziehungen zu normalisieren.

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