Türkei stoppt mutmaßlichen Chemikalien-Transport

Die türkische Armee hat Medienberichten zufolge einen mutmaßlichen Chemikalien-Transport ins benachbarte Bürgerkriegsland Syrien gestoppt. Türkischen Medienberichten vom Montag zufolge feuerten Soldaten an der Grenze auf die Reifen von drei Fahrzeugen, deren Fahrer einen Befehl zum Anhalten ignoriert hatten. In den Fahrzeugen fanden die Soldaten demnach insgesamt etwa eine Tonne Schwefel sowie acht Fässer mit unbekanntem Inhalt.

Die Fässer sollen von Experten für Massenvernichtungswaffen untersucht werden. In Presseberichten war von nicht näher definierten Chemikalien in den Fässern die Rede. Ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Opposition besteht auf Zeitplan für Assads Rückzug

Für ihre Teilnahme an der geplanten Friedenskonferenz hat die syrische Opposition unterdessen Bedingungen formuliert. Die Syrische Nationale Allianz sei nur zu Gesprächen bereit, wenn es einen klaren Zeitrahmen für den Rückzug von Präsident Baschar al Assad gebe, sagte Oppositionschef Ahmad Dscharba am Sonntag in Kairo. Außerdem wolle sich die Gruppe nicht mit Vertretern aus dem Iran an einen Tisch setzen. Dscharba hatte sich am Wochenende in der ägyptischen Hauptstadt mit Repräsentanten der Arabischen Liga getroffen.

Russland hatte bereits am Freitag Hoffnungen auf eine baldige Friedenskonferenz in Genf zur Lösung des Syrien-Konflikts gedämpft. Bislang war der 23. November im Gespräch gewesen. Doch Tagen davor zeichnete sich schon ab, dass der Zeitplan wohl nicht zu halten ist. Grund dafür sind Differenzen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland. Seit Beginn des Aufstands gegen Assad vor zweieinhalb Jahren sind in dem Konflikt mehr als 100.000 Menschen getötet worden.

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